Ehingen/Mekka Unfall in Mekka: Kran wurde bei Liebherr in Ehingen gebaut

Der umgestürzte Kran hatte in der Großen Moschee von Mekka zahlreiche Gläubige getötet.
Der umgestürzte Kran hatte in der Großen Moschee von Mekka zahlreiche Gläubige getötet. © Foto: Saudi Press Agency
Ehingen/Mekka / Bernhard Raidt 12.09.2015
Der Kran, der am Freitagabend in Mekka umstürzte und dabei mindestens 107 Menschen tötete, ist im Liebherr-Werk in Ehingen gebaut worden.
Der Raupenkran, der am Freitagabend in Mekka (Saudi-Arabien) umstürzte und zahlreiche Menschen tötete, ist ein Liebherr-Raupenkran vom Typ LR 11350. Das bestätigte der Sprecher von Liebherr Ehingen, Wolfgang Beringer. Beringer zeigte sich äußerst bestürzt über das Unglück: „Liebherr bedauert zutiefst den tragischen Unfall und ist in Gedanken bei den Angehörigen der Verstorbenen und bei den Verletzten.“ 
 
Der Raupenkran LR 11350 hat eine maximale Traglast von 1350 Tonnen und ist damit für Einsätze konzipiert, in denen sehr schwere Lasten bewegt werden müssen. Er gehört zu den stärksten Raupenkranen Liebherrs und wurde 2006 im Werk in Ehingen entwickelt und seitdem auch dort gebaut. Weltweit sind laut Beringer rund 30 Raupenkrane des Typs im Einsatz. 
 
Ein Team aus Experten aus Saudi-Arabien und Vertretern der Liebherr-Gesellschaft vor Ort untersucht derzeit die Unfallstelle und den umgestürzten Kran. Fachleute aus Ehingen reisen derzeit nach Saudi-Arabien, um bei den Ermittlungen zu helfen. „Als Hersteller des Kranes tut Liebherr alles, was in seiner Kraft steht, um für die baldige und sachliche Aufklärung des Unfalls Hilfestellung zu leisten", teilt das Unternehmen mit. Man wolle den Ermittlungen aber nicht vorgreifen.
 
Zeugen berichten, der Kran sei bei heftigem Wind und starken Regenfällen umgekippt. Um die Große Moschee in Mekka herum stehen derzeit viele Baukräne. Sie sind Teil eines gigantischen Bauprojekts zur Erweiterung des Moscheebereichs
Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel