Die Polizei spricht von einem „tragischen Unfall“: Am vergangenen Mittwoch ist in Ehingen ein Mann im Schlaf gestorben, nachdem er sein Schlafzimmer mit einem offenen Feuer aufgewärmt hatte. „Alles deutet darauf hin: Die kurze Zeit des Feuers hat ausgereicht, um zu viel Kohlenmonoxid einzuatmen“, sagt ein Sprecher des Ulmer Polizeipräsidiums auf Nachfrage der SÜDWEST PRESSE. Mit Rücksicht auf die Angehörigen habe man zunächst keine Meldung über den Fall veröffentlicht. Zugleich betont der Beamte jedoch die enorme Gefährlichkeit von offenem Feuer im Wohnbereich – und die große Notwendigkeit, die Bürger darüber aufzuklären.

Unfall in Ehingen: Heizung aus - Feuer gemacht

Wie gefährlich das beim Brand entstandene Gas Kohlenmonoxid ist (Verbindung aus Sauerstoff und Kohlenstoff), zeigt sich drastisch auch im Fall des verunglückten Mannes in Ehingen. Die Polizei geht davon aus, dass er kurz vor seinem Tod das Feuer im Schlafzimmer entzündet hatte. Gegen 22 Uhr war die Heizung ausgegangen, gemäß den Einstellungen der Zeitsteuerung. „Offenbar war es ihm dann zu kalt“, sagt der Sprecher. Das Feuer habe wohl „nicht arg lange“ gebrannt, auch habe der Mann die Feuerschale wieder aus dem Zimmer entfernt und das gelüftet. Doch die tödliche Dosis des Gases war bereits im Raum: Der Mann schlief ein und wachte nie wieder auf.

Warnung vor tödlichem Gas durch Feuer

„Niemals“, warnt der Polizeisprecher, solle man in geschlossenen Räumen ein offenes Feuer machen, abgesehen von einem ordentlich geprüften Kamin, der den Rauch kontrolliert abführt. Zu Unfällen mit Rauchgas komme es nicht selten. „Da passiert immer wieder was“, sagt der Polizeisprecher. Kohlenmonoxid ist ein äußerst giftiges Gas, das völlig geruchs- und geschmacklos ist. Es entsteht beispielsweise beim Abbrennen von Holz oder Öl. Dazu kommt: „In einem solchen Feuer sind noch viele andere giftige Stoffe“, warnt der Polizeisprecher.