In der ersten Sitzung im Jahr hat der Gemeinderat in Unterwachingen die Weichen gestellt für einen Umbau am Gemeindehaus, der gleich mehrere Verbesserungen bringt: mehr Platz im Gemeindesaal, einen barrierefreien Zugang, eine funktionstüchtige Küche und die Option, später einmal auch im Dachgeschoss Wohnraum schaffen zu können.

Bürgermeister Hans Rieger hat die Pläne am Montag der SÜDWEST PRESSE erklärt. Demnach soll es an der Rückseite des Gebäudes, zur Garage hin, einen Anbau geben, der das Gemeindehaus künftig barrierefrei zugänglich macht. Außerdem hat der Gemeinderat nach seiner Besichtigung festgelegt, dass der alte Kachelofen im Gemeindesaal entfernt wird, zum einen, weil er nicht mehr benötigt wird, zum andern, um die Tür zur Küche zu vergrößern. „Wir haben nur diesen Saal“, erklärt Rieger im Gespräch, deshalb sei jeder Raumgewinn von Vorteil.

Küche wird saniert

Die Küche wird komplett erneuert und neu ausgestattet. Sie soll nach Ansicht des Gemeinderats eine Industriespülmaschine, einen Kühlschrank, einen neuen Herd mit Absaugung und eine Getränkekühlung erhalten. Außerdem soll die Küche einen neuen Boden bekommen, den im Gemeindesaal will Rieger nach Möglichkeit erhalten.

Mit der Vergabe der Elektro­arbeiten an die Firma Franz Frankenhauser aus Emerkingen ist der Start für Umbau, Sanierung und Erweiterung schon erfolgt. Und weil die Vorbereitungen für die Ausschreibungen der einzelnen Gewerke schon laufen, hat der Gemeinderat auch weitere Entscheidungen getroffen: Zusätzlich zu den Fenstern für den Anbau werden auch neue Fenster für die Westseite des Gebäudes bestellt. Sie sollten so beschaffen sein, sagte Gemeinderätin Renate Lange, dass sie besser zu putzen sind als die vorhandenen. Auch einige Fensterläden am Gebäude müssen ausgetauscht werden, weil sie bei Sturm beschädigt wurden. Hier kommen Läden aus Aluminium in Frage, die den alten sehr ähnlich sind, sagte Rieger.

Umbau bis Frühjahr 2020

Während der Bauarbeiten, die nach  Angaben des Bürgermeisters voraussichtlich bis zum Frühjahr 2020 dauern, kann das Gemeindehaus nur eingeschränkt genutzt werden. Die Toiletten im Feuerwehrhaus und der Ausweichraum im Obergeschoss stünden aber zur Verfügung, sagte Rieger im Gemeinderat.

Geht es nach Hans Rieger, erhält das Gebäude in Verbindung mit dem Anbau auch noch eine außen angebaute Treppe, die die Räume im Dachgeschoss erschließt. Diese sind bisher nur über die im Obergeschoss  vermietete Wohnung erreichbar und könnten dann ebenfalls vermietet werden. „Auch bei uns ist Wohnraum knapp“, sagt Rieger, die örtlichen Firmen suchten Wohnungen für Mitarbeiter.

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