Konzert Tribute an „Simon & Garfunkel“ in Ehinger Lindenhalle

Thomas Wacker und Thorsten Gary von „Graceland“ spielten einfühlsam die Songs von Simon & Garfunkel.
Thomas Wacker und Thorsten Gary von „Graceland“ spielten einfühlsam die Songs von Simon & Garfunkel. © Foto: Christina Kirsch
Ehingen / CHRISTINA KIRSCH 21.01.2019

Erneut kam das Duo „Graceland“ in die Ehinger Lindenhalle und zog vor allem aus dem größeren Umkreis die Fans in die Stadt. Zugpferde des Abends waren legendäre Hits wie „Sound of Silence“, „Bridge over Troubled Water“ und „Mrs. Robinson“, die das amerikanische Duo „Simon & Garfunkel“ einst berühmt machten.

Der Sänger und Gitarrist Thomas Wacker, der Paul Simon seine Stimme leiht, erhielt seit seinem siebten Lebensjahr Klavier- und Gitarrenunterricht. Er ist genauso wie sein Kollege Thorsten Gary, der den Part von Art Garfunkel singt, mit den Songs des legendären Duos „Simon & Garfunkel“ aufgewachsen.

Erfolgreich auf Tournee

Der Krankenpfleger Thorsten Gary lernte seinen musikalischen Partner Thomas Wacker kennen, als er sich auf die Aufnahmeprüfung für ein Musiktherapiestudium vorbereitete. Eher zufällig nahmen die beiden eine Probe des Songs „Homeward Bound“ auf, erklärte das Duo in einem Interview. Die Musiker stellten fest, dass sie dem Original ziemlich nahe kamen und gründeten 2011 „Graceland“. Seitdem touren sie mit und ohne Band erfolgreich durch Deutschland.

In Ehingen begann das Programm mit leisen und melancholischen Titeln. Als die vier Streicher, der Schlagzeuger und eine Gitarristin dazu kamen, entfaltete sich in dem Konzert ein satter Sound. Dabei vertrugen sich die Streicher erstaunlich gut mit den Gitarren. Lieder wie „The Boxer“ oder „Scarborough Fair“ klingen zunächst schlicht und einfach, doch hinter den Akkorden kann man viel Einfallsreichtum und Komplexität erkennen, die für jeden Gitarristen eine Herausforderung sind.

Mit dem nötigen Respekt

Die Tribute-Band mit den beiden Musikern aus Bretten nahe Karlsruhe spielte die Lieder mit dem nötigen Respekt vor den großen Kompositionen. Zwischendurch hörte man kleine Geschichten, die manchen Song erklärten. So habe sich Paul Simon als Straßenmusiker in eine Kathy verliebt, von der der Song „Kathy“ handelte. Diese Frau sei äußerst launenhaftig gewesen und werde deshalb im Song mit den Jahreszeiten verglichen. Fast alle Lieder haben Geschichten, die wie von „Homeward Bound“, den Paul Simon beim Warten an der Widnes North Railway Station geschrieben haben soll.

In der Lindenhalle begleiteten die Zuhörer manchen Song mit Handylichtern und ließen sich bei dem nostalgischen Ausflug in die Vergangenheit von dem gefühlvollen Sound des Konzerts treiben.

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