Nachruf Trauer um Doris Moser

Doris Moser im Jahr 2016 mit Rottenackers Bürgermeister Karl Hauler bei der Verleihung der Landesehrennadel.
Doris Moser im Jahr 2016 mit Rottenackers Bürgermeister Karl Hauler bei der Verleihung der Landesehrennadel. © Foto: Emmenlauer/Archiv
Ehingen/Rottenacker. / Andreas Hacker 23.10.2018

Die Redaktion der SÜDWEST PRESSE in Ehingen trauert um eine ganz besondere Kollegin und Mitarbeiterin. Doris Moser hat sich – unfassbar für ihre Familie und uns – im Alter von 71 Jahren aus dem Leben verabschiedet.

Sie wird uns fehlen. Und die Erinnerung an diese engagierte und humorvolle Frau wird immer verknüpft sein mit der schwungvollen Art, mit der sie in einer Zeit, in der vierfarbige Fotos in der Zeitung noch nicht so selbstverständlich waren wie heute, die Redaktion betreten hat mit den zum geflügelten Wort gewordenen Fragen „Haben wir Platz? Haben wir Farbe?“. Denn Platz und Farbe waren wichtig für sie, um das tun zu können, was für sie ein Herzensanliegen war: den Raum Munderkingen journalistisch gut zu betreuen.

Doris Moser hat die Menschen zwischen Rottenacker und Rechtenstein und zwischen Lauterach und Oberstadion gemocht, ohne dabei ihren ganz eigenen und unabhängigen Blick auf die Dinge zu verlieren. Sie konnte Haushaltspläne lesen wie nur wenige andere und sie ist verantwortungsvoll mit Informationen umgegangen. Doch wenn sie der Meinung war, dass da etwas nicht richtig gelaufen ist, hat sie sich immer getraut, dieses auch zu sagen und zu schreiben.

Mehr als 40 Jahre lang war sie für die SÜDWEST PRESSE unterwegs, seit 1972 als freie Mitarbeiterin, die später auch in der Geschäftsstelle in Munderkingen gearbeitet hat. Von 1988 bis 2012 war sie als Redakteurin bei uns, nach Altersteilzeit und im Ruhestand ist sie dann wieder als freie Mitarbeiterin den Themen nachgegangen, zu denen stets auch das Genossenschaftswesen gehört hat. Ihre Berichterstattung über die Banken oder die GWO hat Maßstäbe gesetzt.

In all diesen Jahren hat Doris Moser es geschafft, Beruf, Familie und einen großen Freundeskreis miteinander vereinbaren zu können. Die Ehrenmitgliedschaft in der TSG Rottenacker und die im September 2016 verliehene Landesehrennadel sind Ausdruck eines ungewöhnlichen Engagements. Er verliere eine persönliche Freundin, hat Bürgermeister Karl Hauler in einer Gedenkminute im Gemeinderat gesagt. Wir auch.

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