Bühne Theatertonne amüsiert Publikum

Zum dritten Mal gastierte die „Theatertonne“ mit rollenden Straßentheater bei Familie Seethaler in Unterstadion.
Zum dritten Mal gastierte die „Theatertonne“ mit rollenden Straßentheater bei Familie Seethaler in Unterstadion. © Foto: Emmenlauer
Unterstadion / RENATE EMMENLAUER 08.09.2018

Schon einige Zeit vor Beginn der „Theatertonne“ am Donnerstagabend waren die Plätze im Innenhof und dem eigens dafür ausgeräumten Schuppen von Ruth und Jörg Seethaler an der Hauptstraße in Unterstadion voll besetzt. Mit jeder Minute kamen mehr Besucher – wohl wegen der Gastspiele in den zwei Jahren davor, an denen die jungen Theatermacher ihr Publikum mit ungekünstelten, witzigen und ideenreichen Vorführungen begeistert hatten.

Alle Besucher erhielten eine Sitzgelegenheit. Viele hatten sich vorab mit Getränken und Grillwürsten eingedeckt, um während der Vorstellung nichts zu verpassen. Ein Bauwagen war zur Theaterbühne umfunktioniert, eingeläutet wurde die Szenerie mit heißem Rock ’n‘ Roll.

Tun, was auf den Schildern steht

„Theater heißt mitmachen – und das wiederum heißt, das machen, was auf den Schildern steht“, gab Moderator Anton Fuchs dem Publikum letzte Anweisungen und ließ sein Künstlerteam gleich Schilder mit der Aufschrift „klatschen“, „lachen“, „ooh“ oder auch „toll“ in die Höhe recken. Natürlich wurde vorab schon mal der Applaus geprobt. Und der war bei dem liebenswürdigen Klamauk reichlich. Die Zuschauer haben sich offenkundig köstlich an den Darbietungen amüsiert.

Schönster Zuschauer gesucht

Zu bestaunen war Bühnenkunst aus Comedy, Clownerie, olympiareifer Jonglage, Varieté und originellen Zaubertricks, die einem Magier in Las Vegas gerecht werden könnten. Gezeigt wurde zum Motto „Lieber Walzer als Handstand“ eine etwas andere Akrobatik. Pirots, eine Art Clowns, suchten den schönsten Zuschauer.

Umrahmt wurde das kleine, aber sehr feine Straßentheater durch ein Sammelsurium an Instrumenten, von den Musikern auf mannigfaltige Weise und quer durch die verschiedenen Genres eingesetzt. Die Künstler bezogen ihr Publikum vielfach in ihre „Theatertonne“ ein – was die Zuschauer gerne annahmen.

Übrigens hat Johannes, der Sohn von Ruth und Jörg Seethaler, das Straßentheater vor Jahren mit initiiert und ist als Akteur selbst dabei.

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