Obermarchtal Teilnehmer der ersten Sommer-Kunstkurse im Petrushof begeistert

Viele originelle Kunststücke sind beim ersten Sommerkurs mit Künstlern in Obermarchtal entstanden. Sie wurden zur Vernissage präsentiert.
Viele originelle Kunststücke sind beim ersten Sommerkurs mit Künstlern in Obermarchtal entstanden. Sie wurden zur Vernissage präsentiert. © Foto: Ingeborg Burkhardt
Obermarchtal / INGEBORG BURKHARDT 06.08.2014
Die Resonanz auf den ersten Sommer-Kunstkurs der Kirchlichen Akademie in Kooperation mit der Galerie im Petrushof war bestens. Daher wird der Kurs im nächsten Jahr in den Ferien wiederholt.

Mit Bedauern, dass nach vier Tagen das gemeinsame künstlerische Schaffen unter den Dozenten Iris Flexer, Sabine Puschmann und Herbert Stehle zu Ende ist, reisten am Sonntag elf Teilnehmer der ersten Sommer-Kunstkurse in Obermarchtal ab. Nächstes Jahr zum Ferienbeginn wird es wieder Kurse geben, versprach der Leiter der Kirchlichen Akademie, Dr. Berthold Suchan. "Zuhause alleine vor sich hindümpeln macht keinen Spaß. Ich bin traurig, dass das gemeinsame Schaffen und der Austausch mit anderen nun zu Ende ist", sagte Alice Schumacher-Hell aus Sindelfingen in der Galerie im Petrushof. Sie war eine der Schülerinnen des Kurses "Poesie und Farbe" mit Sabine Puschmann aus Bremen. Andere hatten vier Tage lang mit Iris Flexer aus Stuttgart Druckgrafik-Arbeiten gestaltet oder mit dem aus Heiligenberg stammenden Bildhauer Herbert Stehle mit Beton experimentiert. Als Werkstätten und Ateliers hatten der Werkraum in der Bildungsakademie und die Galerie im Petrushof gedient. Dort fanden nun auch die Vernissagen des Kurses mit dem Hauptmotto "Verschieden gestalten" statt. Verschiedene Techniken konnten ausprobiert werden, und die herrliche Landschaft, die schöne Klosteranlage und das gute Essen aus der Klosterküche wurden von allen Seiten gelobt.

"Wenn es nächstes Jahr wieder Kurse gibt, dann komme ich wieder", sagte Schuhmacher-Hell, und war damit nicht allein. Die Teilnehmer waren zufrieden mit ihren Werken, die sie unter fachmännischer Anleitung gestaltet haben. Auch eine "Schülerin", die schon ihr fertiges Bild von einem Schmetterling schon hatte zerreißen wollen, es nach dem Rat von Puschmann aber zerschnitt und neu komponierte, packte es freudestrahlend mit ein und meinte. "Jetzt gefällt es mir sogar sehr gut."

Akademie-Leiter Suchan dankte der Kuratorin Steffi Cramer, die die Dozenten für die ersten Sommer-Kunstkurse in Obermarchtal hatte gewinnen können. Kunstinteressierte seien eingeladen worden, die Welt vor den Klostermauern draußen zu lassen und bei ihrer Arbeit ganz andere Ausblicke innerhalb des Klosters mit seinem besonderen Ambiente umzusetzen. "Wir haben uns eingelassen und uns aufgehoben gefühlt", sagte Dozentin Sabine Puschmann.

Der oberschwäbische Bildhauer Stehle, der scherzte, dass er schwerwiegend in Beton arbeite, ergänzte: "Es war ein Geben und Nehmen." Helga Ruopp aus Biberach zeigte auf die kleinen verzierten Betonkuchen, die auf mit Öl vorbehandelten Spitzendeckchen in kleine Formen gegossen wurden. "Wir arbeiteten nach dem alten Slogan der Zementindustrie: ,Beton - Es kommt darauf an, was man daraus macht." Die Biberacherin baut darauf, dass mit ihren künstlerischen Objekten das Material ein besseres Image bekommt.

Auf der anderen Seite der Klostermauer war Galeristin Maria Faulhammer-Wiedemann überrascht von der Qualität der Bilder, die in ihren Räumen entstanden sind. "Ich habe mich gefreut, dass ihnen das Arbeiten in der Galerie Spaß gemacht hat. Für mich war es etwas Neues. Hier fanden bisher nur Ausstellungen statt und nun wurde hier auch gearbeitet."

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