„Gaaaanz langsam“, mahnt Zoe. Bei der Herstellung von Sushi darf keine Hektik aufkommen. Jeder Handgriff geschieht mit Bedacht und wirkt beinahe meditativ. Beim Ferienprogramm von Möbel Borst im „Trendpoint“ ließen sich Interessierte zeigen, wie Sushi gewickelt werden und was man bei der Zubereitung dieser japanischen Reisrollen beachten sollte.

Alles, was man für Sushi braucht, hatten Veronika Trampert und Sushi-Meister Zoe bereits mitgebracht. Als Unterlage ist ein größeres Schneidebrett üblich. Darauf liegen die Bambusmatte und ein scharfes Messer. Als Zutaten braucht man als Grundlage den gekochten Reis (siehe Infokasten). Für die Füllung eignen sich in der vegetarischen Variante japanischer, eingelegter Rettich, frische Avocado, Schlangengurkenstreifen, marinierter Kürbis, Ruccola oder Lauchzwiebeln. Wer seine Sushi mit Fisch füllen möchte, wählt zwischen Thunfisch, Seebarsch, Seebrasse, Lachs, Aal oder Meeresfrüchten wie Tintenfisch, Krebs, Garnelen oder Fischrogen. Absolute Frische ist dabei wichtig, da der Fisch roh verarbeitet und verzehrt wird. Süßwasserfisch sollte nicht zu Sushi verarbeite werden, da er Parasiten enthalten kann, empfiehlt Veronika Trampert.

Das Wichtigste bei der Sushi-Zubereitung ist die richtige Konsistenz und Zubereitung des Reis’, der im Reiskocher gekocht und anschließend mit einer Mischung aus Reisessig, Zucker und Salz gewürzt wird.

Jeder Gast bekam beim Sushi-Kurs eine Bambusmatte, die mit einer Frischhaltefolie umwickelt war, damit der Reis und andere Zutaten nicht zwischen die Bambusstäbchen geraten und die Matte verkleben. Der Sushi-Meister zeigte den Gästen mehrere Arten, die Sushi zu rollen. Bei den Ura-Maki wird die Rolle so geformt, dass der Reis außen am Seetangblatt haftet. Beim Hoso-Maki umschließt das Seetangblatt (Nori) Reis und Füllung.

Es empfiehlt sich, mit der einfacheren Variante des Hoso-Maki anzufangen. Dabei wird zunächst das Seetangblatt halbiert. Die im Handel üblichen Blätter haben eine Größe von 19 auf 21 Zentimeter Nach dem Halbieren legt man das rechteckige Blatt mit der Längsseite nach vorne vor sich auf die Bambusmatte. Die glänzende Seite des Seetangblattes weist dabei nach unten.

Nun werden die Hände ausreichend mit Wasser benetzt, dem ein Schuss Essig zugefügt wurde. Mit den feuchten Händen nimmt man etwas Reis, der gleichmäßig auf dem Seetangblatt verteilt wird. Die Reisauflage sollte nicht höher als ein halber Zentimeter sein. Auf dem Nori-Blatt bleibt vorne ein daumenbreiter Rand frei. Der Reis wird nun in der Mitte quer mit etwas Wasabi bestrichen und mit den Zutaten ebenfalls quer belegt. Zum Formen muss man die Matte an der dem Nutzer zugewandten Seite mit beiden Händen anheben und dabei mit Daumen und Zeigefinger jeweils die rechte und linke Seite des Algenblattes festhalten.

Dann wird die Rolle mit gleichmäßigem Druck vom Körper weg gerollt. Noch mit der Matte wird die Rolle kräftig zusammengedrückt und die Enden aneinandergepresst. Die Matte entfernen. Die fertige Rolle wird in sechs gleiche Teile geschnitten. Dazu verwendet man ein scharfes Messer, das vor jedem Schnitt in kaltes Essigwasser getaucht wird. Das Wasser an der Schneide herunter laufen lassen und nicht mit den Fingern verteilen. Futo-Maki sind dickere Rollen und werden mit einem ganzen Nori-Blatt gewickelt.

Ein Ura-Maki, bei dem der Reis außen an der Rolle haftet, wird zunächst wie Hoso-Maki mit Reis belegt. Dann streut man Sesam darüber und wendet das Seetangblatt, so dass es mit der Reisseite auf der Bambusmatte liegt. Dann das Nori-Blatt mit den Zutaten belegen und aufrollen. Beim Sushi-Kurs verwendete Zoe als „Klebstoff“ bei den Zutaten zusätzlich Frischkäse, der mit einer Gebäckspritze auf die Zutaten längs aufgespritzt wurde.