Von wegen „schwäbisch Sibirien“: Was vor Jahrzehnten in Münsingen stationierte Soldaten als Synonym für die Alb in die Welt gesetzt hatten, ist durch eine damals kaum vorstellbare Entwicklung zur Erfolgsgeschichte geworden. Heute ist die Alb Urlaubsziel und Heimat zugleich, ist dank des Biosphärengebiets zur Modellregion im Spannungsfeld zwischen wirtschaftlichen, ökologischen und gesellschaftlichen Interessen geworden und hat auch ganz lokal enorm viel verändert. In Ehingen entdeckt eine lange Zeit mit sich selbst beschäftigte Stadt, welches Potenzial in ihren sechs Ortschaften auf der Alb steckt. Zur Ehinger Alb kommt die Schelklinger Alb als neuer Begriff, das obere Schmiechtal arbeitet, mit Hütten als Kern, zusammen, und in der kleinen Gemeinde Lauterach werden die Biosphärengruppe und das Infozentrum an der Lauter zu einem Markenzeichen für Naturpädagogik.

Anmeldeschluss ist Donnerstag

Die SÜDWEST PRESSE macht deshalb von Samstag an die Alb vier Wochen lang zum Schwerpunktthema. „So schön ist die Alb“ heißt die Serie, in der es auch darum geht, die Schönheiten der Alb erfahrbar zu machen. Drei Mal gibt es in Zusammenarbeit mit fachkundigen Partnern vor Ort Wanderungen, die Lust machen sollen, sich einmal für zwei bis drei Stunden aufzumachen und sich auf Wege einzulassen, die praktisch vor der Haustür liegen: am kommenden Samstag (11. Mai) in Hütten, am Samstag darauf (18. Mai) auf den Burgfelsenpfad im und oberhalb des Lautertals bei Erbstetten und am Samstag, 1. Juni, in Lauterach mit Wolfstal und dem Südhang der Alb. Die Teilnahme an den Wanderungen ist kostenfrei; zum Abschluss gibt es für die Teilnehmer noch eine kleine Stärkung. Da es aber für Führungen wie am Samstag im Schlosskeller in Hütten wichtig ist, dass die Gruppen eine bestimmte Größe nicht überschreiten, ist die Zahl der Plätze je Wanderung beschränkt und Voranmeldung erforderlich. Für den kommenden Samstag in Hütten bedeutet das: Anmeldeschluss ist morgen, Donnerstag, 18 Uhr, per Telefon unter (07391) 582 33 oder per E-Mail an et@swp.de

Interesse am Leben der Menschen auf der Alb

Die Tour am Samstag führt von Infozentrum und Dorfhaus durch das Bärental zum Schlosskeller und zum Schlossfelsen und über die Kapelle zurück zum Gasthaus „Bären“. Start ist um 14 Uhr, Dauer etwa zwei Stunden, die Tour ist für Kinderwagen nicht geeignet. Zusätzlich zu den Wanderungen befasst sich die Redaktion in Ehingen mit dem Leben der Menschen an und auf der Alb. Wie steht es um die Gesundheitsversorgung? Was treibt die Menschen an, die sich im Biosphärengebiet engagieren? Wie lebt es sich heute auf der Alb? Welche Alltagssorgen treibt die Menschen um?

Solchen und weiteren Fragen wollen wir in Geschichten von Samstag, 11. Mai, an, vier Wochen lang nachgehen.

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Ulm/Neu-Ulm