Macher Stefan Dudik ist Pferdeliebhaber und Manager

Vorsitzender der Pferdesportfreunde Munderkingen, Reitlehrer und noch viel mehr:  Stefan Dudik mit Pferd „La Cucaracha“, mit dem er beim Munderkinger S-Springen Platz drei belegt hat.
Vorsitzender der Pferdesportfreunde Munderkingen, Reitlehrer und noch viel mehr: Stefan Dudik mit Pferd „La Cucaracha“, mit dem er beim Munderkinger S-Springen Platz drei belegt hat. © Foto: Emmenlauer
Munderkingen / RENATE EMMENLAUER 04.07.2018

Im dritten Jahr als Vorsitzender der Pferdesportfreunde Munderkingen hat Stefan Dudik das Renommee der Veranstaltung beachtlich gesteigert (siehe Info). Der gebürtige Ehinger, der mit seiner Frau Christina und seinen beiden Kindern in Oberstadion wohnt, vereint dabei Managertalent und solides betriebswirtschaftliches Denken. So wurde die Sportveranstaltung vergangenes Jahr zum „Munderkinger Reiterfest“ umbenannt, um nach außen zu tragen, dass beim Dressur- und Springturnier auch das Sportliche mit dem Geselligen kombiniert wird.

Seine Devise: Neues mit Bewährtem verbinden. Am wichtigsten war und ist für ihn, Teamwork und „Wir-Gefühl“ innerhalb des Vereins zu stärken. So bespricht der Vereinschef alle neuen Ideen oder Vorhaben stets vorab im Ausschuss. Nur gemeinsam könne man einen Verein führen und so ein riesiges Turnier schultern. Nur, wenn alle mitziehen. „Als Vorsitzender muss man dabei immer Zugpferd und Vorbild sein. Auch beim Schaffen“, sagt Stefan Dudik.

Doch die Mitglieder ziehen mit, sie seien „bis zum letzten Handstreich hochmotiviert. Da geht mir richtig das Herz auf.“ Mehr als 80 Helfer seien im Dauereinsatz gewesen. Es geht nach dem Grundsatz: Nach dem Turnier ist vor dem Turnier, so hat Dudik aus der dreitägigen Reitsportveranstaltung bereits Bilanz gezogen, was man verändern oder verbessern könnte.

Für Stefan Dudik sind Pferde längst zum Lebensinhalt geworden. Wenn er nicht auf der Reitanlage der Pferdesportfreunde arbeitet, ist er fast immer in seinem Stall anzutreffen, umgeben von Natur, am Ortsende von Algershofen. Dort saniert Stefan Dudik nach und nach das Anwesen seines verstorbenen Schwiegervaters, dort züchtet er auch Pferde, zieht diese auf und trainiert die Tiere. Denn der 40-Jährige betreibt einen Pferdehandel. „Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht und es bisher nicht bereut“, sagt der langjährige Reitlehrer.

Seinen kaufmännischen Beruf, dem er viel betriebswirtschaftliches Wissen für sein Geschäft verdankt, hat Dudik dafür vor zehn Jahren aufgegeben. Seine Frau Dr. Christina Dudik ist Tierärztin und arbeitet in der Praxis ihrer Mutter in Biberach. Zwei bis drei Fohlen jährlich liefert seine eigene Pferdezucht, die anderen Jungtiere kauft er zu, ausschließlich von renommierten Züchtern, vielfach aus Belgien. Stefan Dudik verkauft viele seiner Aufzuchtpferde ins Ausland – in die USA, nach Kanada oder nach Fernost bis nach Thailand – was wohl einem guten Ruf als Pferdekenner und erfahrener Händler zu verdanken ist.

Der Handel mit Pferden ist für Stefan Dudik gleichbedeutend mit Harmonie, Vertrauen und Fingerspitzengefühl – die Basis dafür bildet nach seinen Worten die grundlegende Liebe zu den Pferden. „Jedes Pferd ist anders und hat folglich auch andere Bedürfnisse. Wie wir Menschen eben“, sagt der Pferdezüchter.

Schon mit 13 Kreismeister

Den Pferdehandel hat Stefan Dudik übrigens von der Pike auf bei seinem früheren Mentor gelernt, dem im vergangenen Jahr verstorbenen Eduard Beuter aus Öpfingen. Seine Reiterkarriere hatte er schon als Kind auf dem Pony gestartet. Kaum aus dem Grundschulalter heraus, ist Stefan Dudik als Jungreiter schließlich auf Großpferde umgestiegen und holte bereits als Teenager mit kaum 13 Jahren seinen ersten Kreismeistertitel. Seitdem sind viele Siegerschleifen und Pokale dazugekommen, auch mehrere Siege bei den anspruchsvollen S*-Prüfungen.

Reiterelite schaut zunehmend nach Munderkingen

Veranstaltung Das große Dressur- und Springturnier der Pferdesportfreunde Munderkingen ist über die Bühne (wir haben berichtet). Alles war bis ins Detail vorbereitet worden. Nicht von ungefähr wird das dreitägige Turnier mit zwei Dutzend Prüfungen in der oberschwäbischen Reiterszene als hervorragend organisiert gehandelt.

Guter Sport Dank des neuen Konzepts mit dem hochkarätigen S*-Springen richtet auch die süddeutsche Reiterelite zunehmend den Blick in Richtung Munderkingen, ebenso angesichts der umfangreichen Prüfungen für die „ganze Familie“. re

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