Schelklingen St. Konradihaus freut sich über Spenden

Fußballer des St. Konradihauses mit Betreuer Matthias Schropp (vorne) und Direktor Josef Zeller (rechts).
Fußballer des St. Konradihauses mit Betreuer Matthias Schropp (vorne) und Direktor Josef Zeller (rechts). © Foto: Lothar Sobkowiak
Schelklingen / Lothar Sobkowiak 13.02.2019
Seit zwei Jahren rufen Direktor Roland Zeller und seine Mitarbeiter von der Jugendhilfeeinrichtung des St. Konradihauses in Schelklingen zu einer telefonischen Sammelaktion auf.

Es werden Sponsoren gesucht, die mit Geldspenden das Sportangebot im St. Konradihaus fördern. Sportgeräte und Sportartikel wie Bälle, Turniernetze, Tischtennisschläger, Slacklines oder auch mal Billardqueues für die Teestube wurden angeschaft. Am Montag teilte Zeller mit, dass bislang mehr als 4000 Euro von insgesamt 60 Firmen aus dem ganzen Alb-Donau-Kreis zusammengekommen sind. Allein aus dem Raum Schelklingen haben sich elf Firmen beteiligt. Der Betreuer und Freizeitpädagoge Matthias Schropp sagte, dieses Engagement helfe, den Erziehungsauftrag gegenüber den Jugendlichen besser erfüllen zu können.

American Football geplant

Die Jugendlichen in den elf Wohngruppen des St. Konradihauses erhalten Sportunterricht. Zudem bietet Schropp zweimal wöchentlich in der Schulturnhalle Arbeitsgemeinschaften an. Dort wird vor allem Fußball und Volleyball gespielt, aber auch Laufen, Radfahren, Klettern oder geplant American Football angeboten.

Das findet in Absprache mit dem Sportverein statt, da der Sportplatz dazu benötigt wird. Schropp, seit 24 Jahren im Konradihaus tätig, sagt, dass die Mitarbeiter die Spenden auch als eine Anerkennung ihrer Arbeit sehen. Es zeige auch, „wie werden wir in der Region gesehen“, sagt Zeller. Immerhin betreut die Einrichtung 90 Jugendliche mit unterschiedlichem Sozialisations- und Migrationshintergrund. Sie werden über meist weiter entfernte Jugendämter nach Schelk­lingen vermittelt. Die Jugendlichen machen eine solide Ausbildung als Schreiner, Maler, Maschinenbauer oder in der Gastronomie des hauseigenen Restaurants Vis á Vis, in der Bäckerei oder im Hofladen in der Konradistraße.

Start beim Einsteinmarathon

An weiteren sportlichen Aktivitäten plant das St. Konradihaus für dieses Jahr die Beteiligung am Einsteinmarathon in Ulm oder an einem Volleyballturnier. Direktor Zeller ist selbst Volleyballspieler. Zeller verriet, dass er im Frühjahr Unterstützung im Leitungsteam bekommen werde, um den wirtschaftlichen und pädagogischen Bereich des St. Konradihauses gut abdecken zu können. Dies sei wichtig im Hinblick auf weitere Zuweisungen von Jugendlichen. Denn entsprechende Räumlichkeiten sind in der Einrichtung gegeben. In der Vergangenheit waren bis zu 250 Jugendliche untergebracht.

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