Rückblick Rückblick: Spuren gesichert

Bei Ausgrabungsarbeiten im Bereich der früheren Metzgerei Hänle in der Oberen Hauptstraße in Ehingen wurden vor 25 Jahren Mauern gefunden, die dem Mittelalter zugeordnet wurden.
Bei Ausgrabungsarbeiten im Bereich der früheren Metzgerei Hänle in der Oberen Hauptstraße in Ehingen wurden vor 25 Jahren Mauern gefunden, die dem Mittelalter zugeordnet wurden. © Foto: ble/ Archiv
Julia Deresko 04.01.2018
Vor 25 Jahren kamen bei Grabungen  in Ehingen mittelalterliche Mauerreste hervor. Vor 50 Jahren schlug das winterliche Wetter Kapriolen.

Vor 25 Jahren

Um die Sicherung von Spuren aus dem Mittelalter ging es vor 25 Jahren in Ehingen. Im Bereich der früheren Metzgerei Hänle in der Oberen Hauptstraße wurden bei Ausgrabungsarbeiten für den an dieser Stelle geplanten Neubau Mauern gefunden, die dem mittelalterlichen Ehingen zugeordnet wurden. Sie waren entweder ein Teil der Stadtbefestigung oder der Burganlage, die in diesem Bereich lag, berichtete der Autor. Darauf weise die Bezeichnung Burghof hin. Erhard Schmidt vom Landesdenkmalamt in Tübingen dokumentierte eine alte Mauer, die beim Ausheben der Baugrube zum Vorschein gekommen war. Ob es sich bei der aus Kalksteinen aufgeschichteten Mauer um eine sogenannte Vormauer der früheren Burganlage handele oder um Teile des Fundaments der alten Stadtmauer, vermochte zu diesem Zeitpunkt noch keiner zu sagen. „Aber es wird nicht daran gedacht, die Mauerreste zu erhalten“, meinte Erhard Schmidt im Gespräch mit dem Ehinger Tagblatt. Damit konnte das Sanierungsobjekt zwischen Oberer Hauptstraße und Burghof auf dem Areal der früheren Metzgerei Hänle Gestalt annehmen. Max Bumiller als Bauherr hatte die Bauarbeiten für einen mehrstöckigen Neubau vergeben.

Ganz im Gegensatz zur aktuellen Wetterlage spielte das Wetter vor 25 Jahren mit: Das  Schlittschuhlaufen auf dem Ehinger Groggensee konnte in vollen Zügen genossen werden. Vor allem Kinder und Jugendliche tummelten sich auf dem Eis. Doch auch Väter und Mütter waren auf dem Groggensee anzutreffen.

Vor 50 Jahren

Das Wetter schlug in Ehingen vor 50 Jahren Kapriolen wie schon lange zuvor nicht mehr, wie zu lesen war. Stadt und Kreis lagen unter einer teilweise 50 Zentimeter dicken Schneedecke, die über Nacht entstanden war. Wer zuhause blieb, tat am besten, meinte der Autor. Denn während die Züge aus Richtung Freiburg lediglich eine Verspätung zwischen 15 und 30 Minuten hatten, brauchte man fast drei Stunden, um von Ulm in die Kreisstadt zu kommen.

Zugeschneit waren auch einige Dörfer auf der Alb, soweit nicht an den Bundesstraßen oder wichtigen Landstraßen gelegen. Die Bediensteten der Straßenmeisterei waren mit ihren Schneepflügen pausenlos im Einsatz. Dennoch waren einige Abschnitte fast nur noch mit Schneeketten befahrbar. Schlimmer als den Kreis Ehingen traf es jedoch Ulm: Dort war der Verkehr fast gänzlich zusammengebrochen.

Was die Welt vor 50 Jahren bewegte

Havarie Die eisernen Nerven des Kapitäns haben den norwegischen Frachter „Tomar“ gerettet, der nach einer Explosion am 7. Januar 1968 vor der australischen Küste in hellen Flammen stand und verloren schien. Auf dem Höhepunkt des Feuers hatte der Kapitän 39 Besatzungsmitglieder, unter ihnen fünf Frauen, befohlen, das 6410 Tonnen schwere Schiff zu verlassen. Zu diesem Zeitpunkt erschien die „Tomar“ der Besatzung eines in der Nähe liegenden Rettungsschiffes als „rotheiß – heiß genug, um ein Steak zu grillen“. Die Mannschaft des Schiffes, die den brennenden Havaristen verlassen hatte, wurde kurze Zeit später von einem anderen Schiff an Bord genommen. Einige der Seeleute wurden bei dem Großfeuer verletzt, lautete die Bilanz. jad