Kirche Sponsorenlauf: 10 000 Euro für die Kirche

160 Meter lang war der Rundkurs um die Kirche St. Dionysius, zwölf Minuten Zeit hatte jeder Läufer, hinter dem Sponsoren standen, die Geld spendeten.
160 Meter lang war der Rundkurs um die Kirche St. Dionysius, zwölf Minuten Zeit hatte jeder Läufer, hinter dem Sponsoren standen, die Geld spendeten. © Foto: Maria Bloching
Munderkingen / MARIA BLOCHING 01.10.2018

Jan Rieger, der für die Stadtkapelle an den Start gegangen ist, kam mit 21 Runden als schnellster Läufer ans Ziel. Die Ministranten wiederum stellten mit 26 jungen Läufern die größte Gruppe, gefolgt von den Erwachsenen ab 16 Jahren mit 15 Läufern und den Nordic-Walkern, die – unterstützt von drei Feuerwehrleuten in voller, 30 Kilogramm schwerer Montur mit Atemschutz – als letzte an den Start gingen. Ziel aller Läufer war es, möglichst viele Runden des 160 Meter langen Kurses in einer Zeit von zwölf Minuten um die Stadtpfarrkirche St. Dionysius in Munderkingen zurückzulegen.

Die Kolpingfamilie, die gemeinsam mit der Katholischen Kirchengemeinde Gelder für die Innensanierung der Frauenbergkirche generieren will, hatte vergangene Woche zum gestrigen Sponsorenlauf aufgerufen. Von außen erstrahlt die Frauenbergkirche wieder. Für 130 000 Euro konnte die Außenfassade dank großzügiger Spenden bereits erneuert und der Dachstuhl saniert werden. Im Inneren fallen noch einmal Renovierungskosten in Höhe von gut 100 000 Euro für die Ausbesserung des Putzes, das Streichen der Wände und die Erneuerung der elektrischen Leitungen an. Die Finanzierung der bisherigen Bauabschnitte konnte über Rücklagen, Zuschüsse und dank eines überwältigenden Spendenaufkommens gestemmt werden. Die anstehenden Maßnahmen müssen jedoch komplett aus eigener Tasche finanziert werden. Es fehlen noch 20 000 bis 30 000 Euro, sodass, so die Hoffnung der Kirchengemeinde und der Kolpingsfamilie, noch in diesem Jahr mit der Innensanierung begonnen werden kann.

Auch der Pfarrer läuft

Fast 50 Läufer gingen gestern in drei Feldern bei bestem Laufwetter zum Sponsorenlauf und im Anschluss an den Sonntagsgottesdienst an den Start. Mehr als 10 000 Euro kamen so zusammen. Bereits vorab hatten sich die Teilnehmer finanzielle Unterstützer gesucht. Insgesamt 250 Sponsoren spornten die Sportler entweder mit einer festgelegten Spende oder durch einen vorher ausgemachten Betrag pro gelaufene Runde an. In ihren Bemühungen, möglichst viel Geld für die Frauenbergkirche zu erlaufen, wurden die Läufer lautstark von den zahlreichen Zuschauern angefeuert.

Rund um die Kirche St. Dionysius herrschte eine tolle Stimmung, die auch Pfarrer Thomas Pitour antrieb, der sich ebenfalls die Laufschuhe schnürte und gemächlich Runde um Runde zurücklegte. Eigentlich hatte auch Bürgermeister Michael Lohner starten wollen, er musste jedoch krankheitsbedingt absagen.

Ansonsten waren alle Altersgruppen vertreten: vom Kindergartenkind bis zur Oma mit Rollator zeigten all jene Engagement, deren Herz für die Wallfahrtskirche auf dem Frauenberg schlägt. Dieses Gotteshaus inmitten der Natur ist eine häufig besuchte Wallfahrtsstätte, insbesondere in den Marienmonaten.

„Jetzt kann man sie wenigstens wieder sicher betreten, ohne dass man befürchten muss, dass einem das Dach auf den Kopf fällt“, sagte  Pfarrer Pitour. Und dass gestern alles hervorragend geklappt hat, ist laut Sepp Veser der „schützenden Hand des Frauenberges“ zu verdanken.

Sowohl Kirchengemeinde als auch Kolpingfamilie und der Freundeskreis Frauenkirche stellen nach dem Erfolg gestern nun Überlegungen an, mit welchen Veranstaltungen das Projekt Innensanierung noch weiter unterstützt werden könnte.

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