Polizei Spezieller Fall von Alkoholfahrt

Ehingen/Erbach / swp 11.06.2018

Von einem speziellen Fall einer Alkoholfahrt am Wochenende berichtet die Polizei. Es begann am Freitagabend auf der B311 zwischen Ehingen und Gamerschwang. Dort fuhr ein VW-Transporter sehr dicht auf das Auto eines 70-Jährigen auf. „Damit nicht genug“, heißt es im Polizeibericht weiter: Immer wieder habe der Transporterfahrer die Lichthupe betätigt und den Blinker gesetzt.

„Völlig richtig“ habe daraufhin der 70-jährige Zeuge reagiert und den Drängler vorbeifahren lassen. Als er nun hinter dem Transporter fuhr, fiel ihm auf, dass der Fahrer in Schlangenlinien in Richtung Ulm weiterfuhr. In Erbach stoppte der VW-Fahrer dann an einer Tankstelle – doch nicht, um zu tanken, im Gegenteil: Er urinierte kurzerhand gegen das Gebäude und brachte dabei die Angestellte gegen sich auf. Der Zeuge hatte inzwischen über Notruf die Polizei informiert.

Nachdem der VW-Fahrer sein „Geschäft“ verrichtet hatte, stieg er wieder in sein Auto und setzte seine Fahrt fort. Bevor er dann von der Polizei kontrolliert wurde, hatte der Mann mit seinem Transporter am Ortsausgang Erbach ein Verkehrsschild überfahren. Davon unbeeindruckt fuhr er weiter in Richtung Ulm, heißt es im Bericht. Dort hat ihn dann eine Polizeistreife angehalten.

Zwei Bierflaschen rollen

Beim Öffnen der Fahrertüre rollten den Polizisten zunächst zwei Bierflaschen entgegen. Der Fahrer war augenscheinlich alkoholisiert. Nach dem Aussteigen habe er Mühe gehabt, sich auf den Beinen zu halten. Da er zu keinem Alkoholtest vor Ort bereit war, musste er sich in einem Ulmer Krankenhaus Blut entnehmen lassen. Auch dies war alles andere als leicht: Vier Polizisten mussten den Mann fixieren, bis ihm schließlich ein Arzt Blut abnehmen konnte.

Sein Führerschein war nicht zu beschlagnahmen: Der 37-jährige Beschuldigte hatte gar keinen. Ihn erwartet nun ein Strafverfahren wegen Trunkenheit im Verkehr, Verkehrsunfallflucht und Fahren ohne Fahrerlaubnis.