Vier statt sechs Mannschaften und ein neuer Spiel-Modus Jeder gegen Jeden, das sind die Änderungen zum Sparkassen-Cup in der Längenfeldhalle in Ehingen, der in diesem Jahr am 11. und 12. August ausgetragen wird. Sechs Spiele insgesamt werden an dem Wochenende zu sehen sein, sagt Andreas Wax, Sportdirektor und 2. Vorsitzender des Vereins zur Förderung des Handballsports (EVFH), der das Turnier ausrichtet. „Wir sind froh, dass wir das jetzt so machen können.“

Grund für die Neuausrichtung des Cups, der dieses Jahr zum 32. Mal stattfindet und nach der Schlecker-Pleite seit 2013 als Sparkassen-Cup geführt wird, sind zum einen die gestiegenen Ausgaben in den vergangenen Jahren. Das geht aus einer gestern veröffentlichten Pressemitteilung hervor.

Wax beruft sich auf Nachfrage zu den Mehrkosten auf gestiegene Hotelpreise und Startgelder für die Mannschaften – wie in den vergangenen Jahren tritt im August wieder der Vorjahressieger Nantes aus Frankreich an – sowie die Kosten für die Ausrüstung. Gleichzeitig stiegen die Einnahmen aus Ticketverkauf und Sponsoren nicht im gleichen Maße, weshalb der Verein in den vergangenen Jahren immer wieder in die Rück­­lagen greifen musste, um das Turnier finanzieren zu können. „Wir wollen und können die Rück­lagen aber nicht weiter abschmelzen“, sagt Wax, man sei bereits im vergangenen Jahr ein sehr großes Risiko gefahren.

Offenbar gab es deshalb in der Vergangenheit auch die Überlegung, den Cup auslaufen zu lassen. Doch die Sponsoren – die Sparkasse Ulm und die ENBW als Hauptpartner sowie die lokalen Sponsoren – haben sich Wax zufolge gegen ein Ende ausgesprochen, stehen vielmehr zu dem Sportereignis. Folglich haben sich die Organisatoren an die Neukonzeption gemacht.

„Wir glauben nicht, dass es ein Verlust sein wird, sondern genauso flutschen wird wie bisher“, sagt Wax und setzt darauf, dass die 1050 Plätze in der Längenfeldhalle wie bislang mit den nun getroffenen Veränderungen ausverkauft sein werden. Helfen könnte, dass die Eintrittspreise für unter 18-Jährige fallen (siehe Infokasten). Damit will der Verein dem reduzierten Umfang Rechnung tragen und den Besuchern entgegenkommen. Änderungen im Eintrittspreis habe es in den vergangenen zehn Jahren nicht mehr gegeben, sagt der Schatzmeister des EVFH, Richard Kramer.

Ihm zufolge könnte beim Sparkassen-Cup zum ersten Mal in der jüngeren Vergangenheit eine schwarze Null unterm Strich stehen, wie Kramer sagt. Sofern keine unerwarteten Kosten auftauchen, könnten so 5000 bis 10 000 Euro zusammenkommen, die den Rücklagen zugute kämen.

„Showkämpfe“ statt Turniere

Der zweite Grund für die Neukonzeption scheint der Entwicklung in der Handball-Welt geschuldet. So finden Wax zufolge seit etwa zwei bis drei Jahren vermehrt „Showkämpfe“ zwischen bekannten Mannschaften statt, etwa zwischen dem THW Kiel und dem FC Barcelona, die bereits im vergangenen Jahr an einem Abend gegeneinander antraten, sich so auf die neue Saison vorbereiteten, und dies auch in diesem Jahr planen – just am Wochenende des Sparkassen-Cup. Da kommen laut Wax höhere Besucherzahlen zustande als in Ehingen. „Das zieht halt mehr.“

Außer Nantes hat bislang übri­gens Frisch Auf Göppingen zugesagt. Wer die zwei verbleibenden Startplätze belegt, wird noch verhandelt, im Mai sollen die Namen publik gemacht werden.

Tickets und Spielpläne


Angebot Kinder und Jugendliche zahlen laut EVFH künftig 10 Euro für ein Tagesticket, das Turnierticket kostet künftig 15 Euro. Man wolle damit handballbegeisterte Jugendliche fördern. Während der Spielplan für die vier Begegnungen am Samstag bereits vorab feststehen wird, steht der Spielplan für die Finalbegegnungen erst Samstagabend fest.