Der künstliche Gelenkersatz zählt in der Orthopädie zu einer der häufigsten Operationen. Viel hängt bei diesen Eingriffen davon ab, wie nah das Implantat der Anatomie des originalen Gelenks kommt. Die exakte und individuelle Platzierung aller Prothesenkomponenten ist für eine zügige Genesung und verbesserte Kniefunktion außerordentlich wichtig. Die Patienten des Ehinger Alb-Donau Klinikums können bei Kniegelenksersatzoperationen auf die neueste Technik vertrauen: der Roboterarm „MAKO“ ist der perfekte Assistent des Operateurs. Als erste Klinik in Baden-Württemberg setzt man seit Ende 2019 auf das computerbasierte Assistenzsystem.

Schneller beweglich, weniger Schmerzen

„Das Besondere des MAKO-Systems ist die hohe Präzision“, erklärt Professor Michael Kramer, Chefarzt der Chirurgischen Klinik in Ehingen und MAKO-Operateur, „sowohl in der dreidimensionalen Planung als auch in der exakten Ausführung der Operation.“ Der Roboterarm wird vom Operateur gesteuert und unterstützt beim Sägeschnitt durch eine optische und haptische Kontrolle. „Patienten haben weniger Schmerzen, der Schmerzmittelverbrauch wird damit deutlich geringer und auch die 90-Grad-Beweglichkeit wird schneller erreicht“, so der zertifizierte Kniechirurg über die Vorteile des Roboter-Kollegen. Inzwischen haben in Ehingen und im Umkreis über 250 Patienten ein neues Kniegelenk mit MAKO erhalten. „Im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung um mehr als 50 Prozent – trotz Corona und dem damit verbundenen mehrwöchigen Stopp von nicht dringenden Operationen.“ Man habe Anfragen von weit außerhalb des Einzugsbereichs erhalten: „Das hat uns wieder einmal gezeigt, dass sich Patienten ausgesprochen gut informieren und bereit sind, für eine Operation lange Wege in Kauf zu nehmen, um ein besseres Ergebnis zu bekommen.
Inzwischen setzen wir das Roboter-
assistierte Operationsverfahren bei der überwiegenden Zahl der Neuimplantationen im Knie ein. Insbesondere Patienten, die zuvor schon ein konventionell operiertes Knie hatten, merken den Unterschied deutlich.“

Die Patientenzufriedenheit entscheidet

Wie sehen die Operateure ihren neuen Kollegen nach 15 Monaten im OP? „Die Unterstützung durch den Roboter erhöht die Präzision beim Sägen, wodurch das Implantat noch idealer positioniert werden kann“, hebt Dr. med. Jochen Weißenburger, leitender Oberarzt der Chirurgischen Klinik und einer der vier Operateure, hervor. „Entscheidend für uns ist die Zufriedenheit unserer Patienten. Hier bekommen wir immer wieder positive Rückmeldungen – schon nach sehr kurzer Zeit“, fasst Dr. med. Martin Elbel, Sektionsleiter Endoprothetik am Alb-Donau Klinikum Ehingen, die Entwicklungen zusammen.

Info Patienten können sich unter 07391 586-5550 über Voraussetzungen und Möglichkeiten zum Roboterarm-assistierten Kniegelenksersatz informieren.

Zur Person


Prof. Dr. med. Michael Kramer ist Chefarzt der Chirurgischen Klinik am Alb-Donau Klinikum Ehingen und Facharzt für Chirurgie, Orthopädie, Unfallchirurgie sowie spezielle Unfallchirurgie.

Kontakt


Alb-Donau Klinikum Ehingen
Spitalstraße 29
89584 Ehingen

Info zum Mako-System: 07391 586-5550

www.adk-gmbh.de