Immobilie Schwörzkircher Architekt kauft Kaplaneihaus in Kleinallmendingen

Jetzt wird geplant: Christine Baumbast-Neher und ihr Sohn Philipp Neher vor der Kaplanei in Allmendingen. Das Gebäude soll ein weiteres Schmuckstück werden.
Jetzt wird geplant: Christine Baumbast-Neher und ihr Sohn Philipp Neher vor der Kaplanei in Allmendingen. Das Gebäude soll ein weiteres Schmuckstück werden. © Foto: Walter Kneer
Walter Kneer 19.07.2018

Zum Kaplaneihaus kam der 31-jähige Architekt Philipp Neher aus Schwörzkirch beinahe wie die Jungfrau zum Kind. Ein Anruf seiner Mutter Christine Baumbast-Neher erreichte ihn an seiner Arbeitsstelle in Karlsruhe, an einem Freitag im Januar. „Sie rief mich an und sagte mir, das Kaplaneihaus steht zum Verkauf. Pfarrer Wittschorek habe sie beim Bäcker gefragt ob sie nicht Interesse hätte, das Gebäude in Kleinallmendingen zu kaufen. Also bin ich am Wochenende nach Hause gefahren und wir beide haben uns das Haus angesehen“, sagt Neher.

Was die beiden vorfanden, wäre für einen Laien nicht unbedingt ermutigend gewesen. „Aber wenn einem im Januar, bei frostigen Außentemperaturen, im Innern des unbeheizten Hauses ein Gefühl angenehmer Temperatur entgegenschlägt, ist das schon etwas Besonderes. Man spürt, dass im Gebäude ein gewisses Potential steckt“, sagt Neher. Ein Wochenende wurde im Familienkreis beraten und Ideen gesponnen. Mit dem Ergebnis, das Haus an der Kleindorfer Kirche zu erwerben.

Schmuckstück in Schwörzkirch

Die Sanierung alter geschichtsträchtiger, kirchlicher Gebäude liegt Mutter und Sohn wohl im Blut. Christine Baumbast-Neher hat vor Jahren bereits das alte Pfarrhaus in Schwörzkirch erworben und zu einem Schmuckstück gemacht,. So nannte es  Pfarrer Wittschorek in seinen kirchlichen Mitteilungen. Modernes Arbeiten und Wohnen hat die Architektin im Pfarrhaus zusammengebracht. Mit einem alten Beichtstuhl und Architekturbüro im Erdgeschoss und Wohnen im Obergeschoss.

Jetzt beim Kauf des Kaplaneihauses ging allerdings nicht alles so reibungslos über die Bühne wie von Seiten der Kirchengemeinde und des neuen Besitzers geplant. Es dauerte doch eine geraume Zeit, bis letztendlich der Diözesanrat in Rottenburg dem Kauf zustimmte. Am vergangenen Montag war nun Notartermin und Philipp Neher kann sich nun stolzer Besitzer eines für die Allmendinger Geschichte erhaltenswerten Gebäudes nennen. Auch Pfarrer Wittschorek ist nun erleichtert, da er stets dafür eintrat, das Haus zu erhalten.

Einzug an Weihnachten

Bis Weihnachten möchte der neue Besitzer bereits einziehen. „Es sind zwar einige Monate, die wir in der Planung hinterher sind, aber nun gilt es, selbst mit Hand anzulegen, um den angestrebten Termin zu halten“, sagt Neher. „Von außen wird sich am Gebäude nicht viel ändern. Außer, dass neue Fenster eingebaut werden und später dann der Außenputz erneuert wird.“ „Die Umbauarbeiten betreffen hauptsächlich den Innenbereich“, sagt Christine Baumbast-Neher. Das Haus wurde innen mehrmals umgebaut, der bisher letzte große Umbau dürfte aus den 1950er Jahren  stammen.

Philipp Neher hat im Mai seine Stelle beim Landesbauamt in Karlsruhe aufgegeben und ist als freier Architekt ins Architekturbüro seiner Mutter in Schwörzkirch eingetreten. „Als gleichberechtigter Partner“, wie seine Mutter betont.

150

Quadratmeter Wohnfläche bietet das ehemalige Kaplaneihaus nach dem Umbau. Viel Grund gehört nicht dazu. 35 Quadratmeter Grünfläche werden wohl zu einem Stellplatz.

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