Rückblick Schulweg birgt Gefahren

Fußgänger, Radfahrer und Autos: In der Schafmarktstraße im Bereich der Michel-Buck-Schule ist es in der Mittagszeit besonders unübersichtlich. Das Bild entstand 1993.
Fußgänger, Radfahrer und Autos: In der Schafmarktstraße im Bereich der Michel-Buck-Schule ist es in der Mittagszeit besonders unübersichtlich. Das Bild entstand 1993. © Foto: Foto. Archiv / Inge Burkhardt
Ehingen / Julia Deresko 06.12.2018

Vor 25 Jahren

Die Verkehrssicherheit im Bereich der Ehinger Schulen war wie heute auch 1993 ein Thema. Der Chef der Ehinger Polizei hatte dem Verkehrsbeirat der Stadt dringend empfohlen, sich der Verkehrssituation vor den Schulen anzunehmen. Aktueller Anlass dafür war ein tödlicher Unfall vor einer Schule in Pfuhl. Die Redaktion des Ehinger Tagblatts sah sich vor den Schulen um. „Es grenzt fast an ein Wunder, dass es nicht mehr Unfälle gibt“, lautete das Fazit. Besondere Schwachstellen wurden etwa im Bereich der Michel-Buck-Schule in der Blumenstraße und an der Haltestelle in der Schafmarktstraße sowie in der Hehlestraße beim Gymnasium ausgemacht, wo die Situation besonders zur Mittagszeit unübersichtlich war. Der Verkehrsbeirat werde sich mit dem Thema befassen, sagte Ludwig Griener vom Ordnungsamt zu.

Ein „prasselndes Feuer“ riss in der Nacht vom 3. auf den 4. Dezember 1993 die Bewohner der Tuchergasse in Ehingen aus dem Schlaf. Ein Ökonomiegebäude auf der Wühre, das einer Landwirtsfamilie gehörte, stand in hellen Flammen. Die Funken flogen weit über die Altstadt. Eineinhalb Stunden dauerte es, bis die Feuerwehr den Hauptbrand unter Kontrolle hatte, wie zu lesen war.

Glück im Unglück dieser Nacht war es, dass die Dächer der Altstadt und auch des nahegelegenen Heilig-Geist-Spitals nass waren und ihnen der Funkenflug nichts anhaben konnte, wie es hieß. Auch der Umstand, dass aus der nahegelegenen Schmiech Löschwasser geholt werden konnte, habe ein umfassenderes Umgreifen der Flammen verhindern können. Bis zum Eintreffen der Feuerwehr hatten die Nachbarn, darunter auch einige ausländische Mitbürger, bereits einen Großteil des Viehs – insgesamt 50 Rinder und Kälber – aus dem Stall gebracht. Menschen kamen nicht zu Schaden, ein Kalb musste notgeschlachtet werden. Der Sachschaden belief sich auf etwa 400 000 Mark.

Vor 50 Jahren

Die Riß in Rißtissen sollte vor 50 Jahren verbreitert werden. Mit den Arbeiten wurde im Dezember 1968 begonnen. Die Hochwassergefahr, die fast jedes Jahr bestand, sollte dadurch gebannt werden. Auf einer Länge von rund eineinhalb Kilometern sollte die Sohle der Riß auf eine Breite von elf Metern gebracht und die Ufer mit einer Betonwand versehen werden. Dafür wurden Bäume und Sträucher rechts und links des Flusses gefällt. Die Arbeiten waren bis Ende des Jahrs 1969 geplant. Auftraggeber war das Land Baden-Württemberg. Im Anschluss sollten vor Ort neue Bäume gepflanzt werden.

Am Wenzelstein wurde kurz vor Weihnachten 1968 eine Postannahmestelle eingerichtet. „Hygienischer kann wohl kaum eine Poststelle sein“, war dazu zu lesen. Denn diese befand sich in der „Exklusiv-Reinigung Stegmeyer“ am Wenzelstein-Hochhaus. Auch eine öffentliche Fernsprechzelle, in der Orts- und Ferngespräche geführt werden könnten, wurde in der Reinigung installiert.

Was die Welt vor 50 Jahren bewegte

Gesellschaft Konsum und die Kritik am Konsum waren im Hinblick auf das Weihnachtsfest vor 50 Jahren Thema. In der Ausgabe der SÜDWEST PRESSE  vom 3. Dezember 1968 war auf der ersten Seite eine Demonstration abgebildet. Rund 400 Menschen hatten sich in Stockholm versammelt, um gegen den Weihnachtsrummel zu demontieren, wie es hieß. Friedlich zogen sie durch die schwedische Hauptstadt und zeigten Plakate, auf denen unter anderem zu lesen war: „Gegen den Weihnachtsterror“ und „Kontakte untereinander und weniger Überfluss“, wie die Zeitung damals berichtete. jad

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