Obermarchtal Schulkulturtag an der Mädchenrealschule

Auch Sportvorführungen begeisterten das Publikum beim Schulkulturtag an der Franz-von-Sales-Mädchenrealschule.
Auch Sportvorführungen begeisterten das Publikum beim Schulkulturtag an der Franz-von-Sales-Mädchenrealschule. © Foto: Christina Kirsch
Obermarchtal / CHRISTINA KIRSCH 14.03.2018

Wenn die parkenden Autos bis an den Dorfrand stehen und selbst die Verkehrsinseln mit Fahrzeugen besetzt sind, dann kann das nur eines bedeuten: Die Obermarchtaler Franz-von-Sales-Realschule lädt zum Schulkulturtag ein. Es hat sich längst herum gesprochen, dass an diesen Tagen in angenehmer Atmosphäre für jeden etwas geboten ist. Bastelfreudige finden hier Ideen, Kindern können sich den ganzen Nachmittag über bei vielen Mitmach-Angeboten vergnügen, Eltern bei Kaffee und Kuchen ins Gespräch kommen – und potentielle Anwärterinnen die Einrichtung in aller Ruhe kennenlernen.

Auch in diesem Jahr wuselte es an allen Ecken und Enden und es gab viel zu sehen und zu erleben: Zur Eröffnung führten die Mädchen im Spiegelsaal einen Tanz auf und zeigten Bodenübungen, die sie für „Jugend trainiert für Olympia“ einstudiert hatten. Die siebte Klasse, die einen Sportschwerpunkt hat, demonstrierte, was sich mit zwei Leitern alles anstellen lässt. Die Mädchen bauten Pyramiden und turnten kühn über und durch die Sprossen.

Bei den offenen Veranstaltungen im ganzen Schulhaus waren insbesondere die Stühle vor der Schulküche schnell belegt. Die Lehrerinnen hatten aus fünf Kilogramm Mehl einen Hefeteig vorbereitet, aus dem die Kinder Osterhasen formen durften. Drei Rosinen als Nase und Augen, fertig war die Leckerei, die beim Backen durch das ganze Schulhaus duftete. Unweit davon mixten Schülerinnen Cocktails mit hübschen Namen wie „Flamingo“ oder „Fruchtbombe“, die ebenfalls reißenden Absatz fanden.

Auf der Treppe zum Speicher saßen die Familien und ließen sich die ebenfalls angebotenen Waffeln schmecken. Gut gesättigt konnten sie sich im Anschluss in den Klassenzimmern anschauen, was die Mädchen im Unterricht alles machen.

Väter staunten vor selber genähten Hoodies und gefütterten Turnrucksäcken über die Nähkünste ihrer Töchter; in der Abteilung „Bunte Tierwelt“ warteten Hühner, Raupen, Schäfchen und Monster auf die Besucher – wobei sich die Monster durchaus auch als Kuschelkissen nutzen ließen. Bei allen Projekten wurde auf Praxisnähe geachtet.

Fächerübergreifende Arbeit

Gut besucht war auch das Zimmer mit dem Angebot „Schmuck basteln“, wo Mädchen passend zum Outfit bunte Perlenketten schufen. Ein anschauliches Beispiel für vernetzten Unterricht bot das „Bienenzimmer“ mit dem Titel „Be(e) clever“, den man sowohl auf die Bienen als auch auf die Mädchen beziehen konnte. Hier sahen die Eltern, wie am Thema der Bienen nicht nur Biologie, sondern am Beispiel des Wabenbaus auch Aspekte der Geometrie und in Form von Reimen auf den Bienenfleiß auch Elemente aus dem Deutschunterricht Anwendung fanden.

Die Musikprofilklassen spielten ihren Eltern in der Aula auf; bei der Theateraufführung gab es viel zu lachen. Die Mädchen inszenierten die Frauenpower bei einem Bewerbungsgespräch und veranstalteten einen nicht ganz ernst gemeinten Sprachkurs auf der Bühne. Gefragt war auch das Elterncafé; außerdem standen Lehrer und Lehrerinnen als Ansprechpartner zur Verfügung.

Die Mädchenrealschule hat derzeit 18 Klassen mit rund 480 Schülerinnen, die von etwa 35 Lehrkräften unterrichtet werden.

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