Archäologie Schülermassen am Hohlen Fels

Viele, viele Kinder und Jugendliche mit Interesse für die Eiszeit: Rund 500 Schüler und 60 Lehrer des Blaubeurer Gymnasiums besuchten gestern den Hohlen Fels in Schelklingen.
Viele, viele Kinder und Jugendliche mit Interesse für die Eiszeit: Rund 500 Schüler und 60 Lehrer des Blaubeurer Gymnasiums besuchten gestern den Hohlen Fels in Schelklingen. © Foto: Lothar Sobkowiak
Schelklingen / Lothar Sobkowiak 19.07.2018

Gestern besuchten rund 500 Schüler der Klassen fünf bis zwölf und 60 Lehrer des Joachim-Hahn-Gymnasiums Blaubeuren zu einem „Archäo-Vormittag“ den Hohlen Fels in Schelklingen. Anlässlich der 50-Jahr-Feier der Schule wurde  des Namensgebers Prof. Joachim Hahn (verstorben 1997) von der Universität Tübingen gedacht. Er leitete von 1977 an die Grabungen im Geißenklösterle und im Hohlen Fels.

Lieder in der Höhle

In der Höhle sangen die Kinder und Jugendlichen mit ihren Lehrern eigens komponierte Lieder, geleitet von Jonas Wieczorek. Die Lehrerinnen Sabine Swatschek, Laura Prukner und Vaida Heintz versetzen die Schüler unter anderem mit Klängen aus einer Flöte zurück in die Welt der Eiszeit.

Witzige Fragen im Freien

Das Original der Flöte war von den damals lebenden Menschen vor mehr als 42 000 Jahren aus einem Gänsegeierknochen geschnitzt worden. Grabungsleiterin Maria Malina von der Uni Tübingen berichtete über die Grabungstechniken in der Höhle.

Zurück aus der neun Grad kalten Höhle in der Sommerhitze beteiligten sich die Kinder und Jugendlichen im Warmen bei Spielen. Diese waren auf vier Module aufgeteilt. Es gab Wurfspiele und Rätselspiele wie „Wahrheit oder Pflicht“ auf der Wiese zwischen Ach und Höhle. Und das Schülermentoren-Team des evangelischen Jugendwerks hatte sich ein witziges Fragespiel ausgedacht, berichtete Sabine Fleischer, Oberstudiendirektorin an der Schule. „Finde jemand, der oder die . . ., lautete die Frage. So war jemand zu finden,  der zum Beispiel „mit den Ohren wackeln, zehn Liegestützen machen oder auf Türkisch bis zehn zählen kann“.

Conard hält Vortrag

Am Abend folgte ein Vortrag  von Professor Nicolas Conard, dem Nachfolger von Joachim Hahn. Conard sprach in der Blaubeurer Stadthalle anlässlich des Jubiläums.

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