Francesco Tirrito hat allen Grund zur Freude. Der 55-Jährige aus Öpfingen war bei der Europameisterschaft der Wellensittiche in Karlsruhe auf ganzer Linie erfolgreich. Der Züchter gewann in der Kategorie der Prachtfinken/Exoten und damit ist es amtlich: Die schönste Grasamadine Europas lebt im Alb-Donau-Kreis.

Mehr als 3000 Vögel waren bei dem Wettbewerb im Badischen am Start. Züchter unter anderem aus Frankreich, Belgien, Österreich, Irland der Schweiz, den Niederlanden und natürlich Deutschland schickten ihre Prachtexemplare ins Rennen. Und am Ende entschied sich die Jury, was Gefiederglanz, Zeichnung oder Farbe betrifft, eindeutig für den Italiener aus Öpfingen. "Das macht einen natürlich schon ein wenig stolz. Es ist ein Beleg für die gute Arbeit und die Zuchtergebnisse, die man das ganze Jahr über leistet. Man steckt unheimlich viel Zeit und Energie in sein Hobby. Umso schöner, wenn man dann ausgezeichnet wird", sagte Francesco Tirrito nach der Übergabe von Pokal und Urkunde auf der Bühne der Karlsruher Schwarzwaldhalle.

Für den Mann, der bei Sappi in Ehingen arbeitet, ist das Züchten ein schöner Ausgleich zum Beruf. "Man kann wunderbar entspannen und erholt sich vom Stress, den man im Alltag hat. Wir Züchter sind ohnehin eine große Familie. Auch die Kameradschaft kommt da nicht zu kurz. Aber im Zentrum steht natürlich die Hege und die Pflege der Vögel", so der Italo-Schwabe, der bereits seit 1984 Prachtfinken züchtet. Mit den vielen Jahren bekomme man einen guten Blick dafür, welches Exemplar als Siegervogel in Betracht käme. Bereits 2006 war er mit einer Gouldamadine bei dem Europa-Wettbewerb in der Fächerstadt erfolgreich gewesen. Aber der Sieg jetzt gegen die internationalen Mitstreiter beim aktuellen Wettbewerb freut Tirrito ganz besonders. Denn so groß war die Konkurrenz wohl selten bei einem Europa-Championat der Wellen-, Großsittiche, Exoten und Prachtfinken.