Was bleibt, zwei Jahre nach der Schlecker-Pleite, sind offene Fragen bezüglich der Immobilien. Das größte Problem dürfte es sein, die ehemalige Konzernzentrale zu veräußern. Dies gilt unter Immobilienprofis als Herausforderung - gelinde gesagt. 35.000 Quadratmeter Bürofläche, dazu 45.000 Quadratmeter Außenfläche, so etwas ist auch in weit größeren Städten als Ehingen nur schwer zu vermitteln. Der große Teil des Komplexes links von der Talstraße steht komplett leer, dort werde nur noch Büromaterial gelagert, sagen mit der Situation Vertraute. Schon vor der Pleite sollen Teile des überdimensionierten Komplexes leergestanden sein. Hoffnung macht, dass der Komplex über exzellente Datenleitungen verfügen soll - vielleicht findet sich ja die eine oder andere Internet-Firma, die Räume braucht, um von Ehingen aus virtuell die Welt zu erobern.

In Sachen Zentrallager in Berg steht offenbar eine Lösung bevor. Das einstige Schleckerland betreibt Investor Newport als "Alb-Donau-Center". Die Firma hat allerdings Mühe, eine Genehmigung zu bekommen, um das Center zu modernisieren. Deshalb stockt der Umbau des in die Jahre gekommenen Einkaufszentrums. Die Firma Lidl hat angekündigt, ihren Markt auf dem Areal zu schließen. Newport hofft, in diesem Frühjahr grünes Licht zu erhalten.

Den Baumarkt des einstigen Schleckerlands hat die Firma Linzmeier erworben. Ebenso hat Stroppel Reifendienst das Gebäude auf dem Areal übernommen.

Die einstigen Schlecker-Filialen in der Ehinger Hauptstraße und der Bahnhofsstraße sind rasch von Modefirmen wiederbelebt worden. In den Wohnungen der Hauptstraße 74, über der ehemaligen Schlecker-Filiale, hat es zuletzt größere Sanierungsarbeiten gegeben. Die ehemalige Schlecker-Filiale am Wenzelstein ist als "Bumis"-Markt nun ein hoch willkommener Nahversorger.

Auch die einstige Filiale in Allmendingen lebt wieder auf - dort hat in dieser Woche Elektro Hofmaier eröffnet. Noch leer steht die ehemalige Filiale in der Schelklinger Stadtmitte. Die Stadt Schelklingen versucht mit einem Innenstadt-Konzept gegen Leerstände anzugehen. In Munderkingen ist im so genannten "kleinen Schlecker" in der Marktstraße ein Security-Unternehmen eingezogen. Für die Ladenräume in der Rottenacker Straße ist noch kein Pächter in Sicht.