Gemeinderat Schelklingen: Rewe darf Märkte zusammenlegen

Schelklingen / Bernhard Raidt 22.06.2018

Volle Zustimmung fand fand im Ausschuss für Technik und Umwelt in Schelklingen der Antrag des Rewe-Konzerns, Lebensmittel- und Getränkemarkt zusammenzulegen. Die Stadt hatte auf Anregung der CDU eigens die Vorgaben geändert, damit dieser Schritt möglich wird. Paul Glökler lobte in diesem Zusammenhang Heinz Zeiher (beide CDU) – nur durch dessen Engagement sei diese sinnvolle Lösung zustande gekommen.

Dagegen kam ein Baugesuch zum Bau eines Hauses an der Frankenstraße nicht gut. Denn der Planer hatte eine Befreiung vom Bebauungsplan beantragt – eine Traufhöhe von 5,50 Meter statt 4,80 Meter sollte werden. Dabei war der Bebauungsplan erst vor kurzem erstellt worden. „Wenn wir hier zustimmen, brauchen wir überhaupt keine Bebauungspläne mehr zu machen“, sagte Werner Meixner (CDU).

Auch Rolf Sontheimer und Thomas Tolksdorf (beide SPD) lehnten eine Befreiung ab. Würde es sich um einen alten Bebauungsplan handeln, könnte über Abweichungen geredet werden, sagte Sontheimer. Doch hier eben nicht. Bruno Baumeister (CDU) sagte, dass er das Probleme habe kommen sehen. Leider habe sich die Mehrheit des Gremiums bei der Erstellung des Bebauungsplans für die niedrigere Traufhöhe entschieden.

Wassergesetz angemahnt

Für die Befreiung sprach sich Michael Strobl (Freie Wähler) aus: Er sehe keinen Grund, es den Bauherrn zu verweigern, höher zu bauen. Sechs Mitglieder des Gremiums stimmten schließlich für die Ablehnung des Baugesuchs, zwei wollten es genehmigen.

Wie schon die Ortschaftsräte in Justingen zeigten sich auch die Stadträte in Schelklingen skeptisch gegenüber dem Standort für eine Doppelgarage an der Schelklinger Straße in Justingen. Es sei nicht möglich, davor zu parken. Wenn doch ein Auto abgestellt werde, werde es ein Hindernis für andere. Er habe Bedenken, sagte Engelbert Heuschmid (SPD) – einstimmig wurde das Gesuch abgelehnt.

Auch der formlose Antrag, im Hohle-Felsen-Weg näher an die Ach bauen zu dürfen, stieß auf Skepsis. Dabei handelt es sich um den Bau eines Gästehauses an der Gaststätte Hohler Felsen. Statt fünf Meter wollte der Bauherr nur 2,50 Meter Abstand vom Gewässer halten. Bürgermeister Ruckh sprach die Hochwasser-Problematik an, Schmiechens Ortsvorsteherin Kerstin Scheible stimmte zu. Das Wassergesetz gebe da klare Vorschriften, sagte auch Justingen Ortsvorsteher Jürgen Stoll. Die Räte lehnten das Vorhaben ab.

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