Finanzen Schelklingen nimmt mehr ein als erwartet

Schelklingen hat mehr eingenommen, als erwartet.
Schelklingen hat mehr eingenommen, als erwartet. © Foto: SWP Archiv
Schelklingen / Rainer Schäffold 13.09.2018
Unerwartet gute Zahlen vermeldet die Schelklinger Verwaltung für das Jahr 2017. So war kein neuer Kredit notwendig.

Eine deutliche Entspannung im Schelklinger Stadtsäckel vermeldete Kämmerin Birgit Meier in der Sitzung des Gemeinderats am vergangenen Mittwoch: Im Jahr 2017 haben die Zahlen deutlich besser ausgesehen als geplant, wie der Jahresabschluss ausweist. So gab es eine Zuführung vom Verwaltungs- in den Vermögenshaushalt von rund 1,5 Millionen Euro, geplant gewesen war eine negative Zuführung von gut 500.000 Euro.

Deswegen konnte die Stadt auf die Kreditaufnahme von mehr als 2,5 Millionen Euro verzichten, aus der Rücklage mussten nur 1,7 Millionen Euro entnommen werden – im Plan standen mehr als 2,5 Millionen Euro. Knapp 490.000 Euro hat die Stadt an Krediten getilgt, was den Schuldenstand zum 31. Dezember 2017 auf gut 3,2 Millionen reduzierte, was genau 469,04 Euro für jeden der 6871 Einwohner ausmacht.

Gute Zahlen durch Steuern und Gebühren

Die guten Zahlen stammen von höher als erwartet ausgefallenen Einnahmen bei Steuern und Gebühren. So habe auch der Stadtwald mit einem Überschuss von gut 62.000 Euro statt geplanter 39.200 Euro dazu beigetragen. Auf der anderen Seite sind auch die Ausgaben weitaus geringer gewesen als geplant. So sind allein an Personalkosten etwas mehr als 250.000 Euro weniger angefallen aus zuvor angenommen.

Zwei Fraktionsvertreter, Heinz Zeiher (CDU/ „Wir sollten nur so viel beschließen, was wir machen können“) und Jürgen Haas (SPD/„Kleinere Schritte machen“), mahnten für die Zukunft zur Mäßigung, Michael Strobl (Freie Wähler) hingegen regte eher zu Investitionen an: „Wir müssen viel machen, auch wenn wir `s Geld nicht haben“, sagte er und nannte die renovierungsbedürftige Stadthalle als Beispiel.

Auch vom Eigenbetrieb Wasserversorgung meldete Birgit Meier gute Zahlen: Es ist 2017 ein Gewinn von gut 147.000 Euro erwirtschaftet worden, die Stadt war von einem Verlust ausgegangen. Dies liege unter anderem an den um fast 97.000 Euro geringeren Aufwendungen für den Unterhalt.

Lärmaktionsplan verabschiedet

Der Rat hat den Lärmaktionsplan einstimmig verabschiedet, der bereits im November 2016 sowie im Januar dieses Jahres beraten worden war. Er sieht als kurzfristiges Vorhaben vor, die 50er-Zone in Richtung Blaubeuren zu verlängern und anschließend eine 70- oder 80er-Zone bis zum Ortsende einzurichten. Mittelfristig soll der Knoten B 492 Ehinger Straße/Ringinger Straße zu einem Kreisverkehr umgebaut werden und danach die Aufstellung von Geschwindigkeitsmessanlagen erwogen werden. Langfristig soll dann, sobald ein neuer Straßenbelag notwendig wird, dieser aus lärmreduzierendem Material sein.

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