Ehingen Rückblick: Heustock gerät in Brand

Ehingen / JB 20.06.2014
Vor 25 Jahren berichtete die Zeitung über einen Brand, den ein überhitzter Heustock ausgelöst hatte. Weiter ging es um den Ausbau des Radwegenetzes in Ehingen. Vor 50 Jahren war die Heuernte ein Thema.

Vor 25 Jahren

Ein Sachschaden in Höhe von mindestens 100.000 Mark entstand bei einem Brand in Unterstadion. Offenbar hatte sich in einer Scheune ein überhitzter Heustock entzündet. Die Feuerwehren hatten den Brand rasch unter Kontrolle, und so konnte das Vieh im benachbarten Stall bleiben und musste nicht in Sicherheit gebracht werden. Auch das Futterlager in der erst fünf Jahre alten Scheune konnte erfolgreich abgeschirmt werden.

Einige Tage zuvor war es in Oberstadion zu einem ähnlichen Vorfall gekommen. Doch dort konnte, dank eines aufmerksamen Nachbarn, ein Brand verhindert werden. Der Mann hatte einen "penetranten Geruch" bemerkt, der aus einer Scheune kam. Dort hatte sich ein Heustock bereits so stark erhitzt, dass in den Glutnestern schon mehr als 100 Grad Celsius gemessen werden konnten, berichtete die Zeitung. Die herbeigerufenen Feuerwehrleute trugen den Heustock ab. Wie gefährlich die Situation war, zeigte sich während der Arbeiten: Ein Teil des Heus hatte sich bereits dunkelbraun verfärbt und entzündete sich auf dem Ladewagen. Etwa 13 Wagen vernichteten Futters mussten abtransportiert werden.

In Ehingen wurde das Thema Radwege auf die Tagesordnung gesetzt. Die Stadtverwaltung plante, die Radwege auszubauen und damit die innerstädtischen Wohngebiete besser an die Kernstadt anzubinden. Für Oberbürgermeister Johann Krieger hatten dabei die Gebiete Längenfeld und Wenzelstein Vorrang, war zu lesen. Auch zwischen den Teilorten sollten neue Radwege gebaut werden. Hier habe die Anbindung Dettingens Vorrang.

Heute ist er Bürgermeister von Allmendingen und Altheim, im Juni 1889 war Robert Rewitz neuer Stadtpfleger in Schelklingen. Der 29-Jährige, der zuvor im Ehinger Rathaus dass Kassengeschäft betreute, habe sich rasch in die Kämmerertätigkeit eingearbeitet, war damals zu lesen.

Mit einem ordentlichen Schrecken kamen eine Frau und ihr Neffe davon, als das Auto, mit dem sie unterwegs waren, in Brand geriet. Der Vorfall ereignete sich in der Nähe von Hausen am Bussen. Als die Frau bemerkte, dass es aus der Kühlerhaube mächtig qualmte, verließen sie und ihr Neffe sofort den Wagen. Wenig später stand das Auto in Flammen und brannte völlig aus.

Vor 50 Jahren

Die Zeitung berichtete über die Heuernte, die in vollem Gang war: "Kommt man in diesen Tagen so um die Mittagszeit, wenn die Sonne erbarmungslos vom wolkenleeren Himmel brennt, in irgendeine Ortschaft draußen auf dem Land und möchte einen Bekannten aufsuchen, dann wird man vergebens an die Tür klopfen. Haus und Hof liegen verlassen da und nur ein paar Hühner, die in der Mittagshitze faul ein Sonnenbad nehmen, blinzeln den Fremden wie verwundert an. Vielleicht wundern sie sich, dass es einen Menschen gibt, der untätig hier herumsteht, während draußen auf den Wiesen die Arbeit in vollem Gang ist", war zu lesen. Weiter hieß es, dass die Mechanisierung der Ernte weitgehend vorangeschritten sei. Trotzdem müsse immer noch harte Arbeit geleistet werden.

Ein Blick in die Statistik: Die Zeitung berichtete, wie viele Schweine im damaligen Kreis Ehingen geschlachtet worden waren. 25.865 Tiere seien es gewesen, "eine Zahl, die zweifellos sehr beachtlich erscheint". Die Zahl der Hausschlachtungen sei mit 8078 relativ hoch. Weiter seien 4042 Rinder und 4316 Kälber geschlachtet worden, außerdem 785 Schafe und 38 Ziegen. Weiter hieß es: "Die Zeiten, in denen man um Pferdefleisch Schlange stehen musste, sind lange vorüber, und bei der Masse der Einwohner steht Pferdefleisch nicht mehr allzu hoch im Kurs. So wurde im vergangenen Jahr im Kreis Ehingen auch nur ein Pferd geschlachtet."

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