Ehingen Rückblick: Aussiedler besser fördern

Vor 25 Jahren: Lehrer Rudolf Winterfeld und die neue Förderklasse an der Längenfeldschule.
Vor 25 Jahren: Lehrer Rudolf Winterfeld und die neue Förderklasse an der Längenfeldschule. © Foto: Archiv/Andreas Fiegel
JAD 06.11.2014
In Ehingen sollte vor 25 Jahren für Kinder aus Aussiedlerfamilien der Einstieg an Schulen leichter gemacht werden. Vor 50 Jahren wurde beschlossen, Dettingen an die zentrale Wasserversorgung anzuschließen.

Vor 25 Jahren

Kinder aus Spätaussiedlerfamilien sollten einen besseren Start an den deutschen Schulen haben. Deshalb wurden vor 25 Jahren Förderklassen eingerichtet. "Vor rund eineinhalb Jahren begannen russische, polnische, rumänische und tschechoslowakische Familien, in die Heimat ihrer deutschen Familien einzureisen. Doch die Umstellung ist nicht unproblematisch", war in der Zeitung zu lesen. Auch in der Längenfeldschule in Ehingen wurde zu Beginn des Schuljahres 1989/1990 eine solche Förderklasse errichtet, in der Kinder unterschiedlicher Nationen unterrichtet wurden.

In Schelklingen hatten die Brunnenputzer und -bauer in früheren Jahrhunderten ganze Arbeit geleistet, war zu lesen. Das stellte sich bei einer Untersuchung am Brunnen bei der Raiffeisenbank heraus, angestellt von der "Arbeitsgemeinschaft von Höhle und Karst, Grabenstetten" und der Schelklinger Museumsgemeinschaft. Aus zwölf Metern Tiefe konnten nur noch einige alte getöpferte Krüge und andere Keramikteile fürs Schelklinger Museum geborgen werden. Als 13,20 Meter erreicht waren, gab der Brunnen als Fundgrube nichts mehr her. Festgestellt wurde, dass dieser auf Eichenbalken gemauert war. Das Holz war im Laufe der Jahrhunderte morsch geworden. Deshalb wurde die Brunnenforschung eingestellt.

Eine nahezu 15 Tonnen schwere Kammerfilterpresse wurde in der Schelklinger Kläranlage aufgebaut. Die Schlammpresse sollte zum Herbst 1990 in Betrieb genommen werden. In 58 Filterkammern sollte dann der Schlamm aus der Kläranlage, mit Kalk und Eisenchlorid durchsetzt, mit 400 Bar Druck zu Platten gepresst werden. Lastwagen, die den gepressten Schlamm abtransportieren, konnten direkt unter die Presse fahren.

In Schaiblishausen hat vor 25 Jahren Pfarrer Peter Wolff die restaurierte St.-Leonhards-Fahne beim Patroziniumsfest geweiht. Während des Gottesdienstes ging er auch auf das Leben und Wirken des Heiligen Leonhard, dem Patron von Schaiblishausen, ein. Der Heilige aus dem sechsten Jahrhundert gelte nicht nur als Mann der Einsamkeit, sondern auch als Patron der Gefangenen, wie zu erfahren war.

In Ehingen fand das erste, vom neuen Jazzclub Ehingen veranstaltete Konzert eine starke Resonanz. Der Raum im Café Roßmanith habe kaum alle Besucher fassen können. "Diese drangvolle Enge schaffte die richtige Atmosphäre für einen Jazzabend, der zum Erlebnis wurde", war zu lesen. Sheila Jordan und das Götz-Tangerding-Trio traten auf.

Vor 50 Jahren

Vor 50 Jahren hatte der Ehinger Gemeinderat beschlossen, Dettingen mit der zentralen Wasserversorgung der Stadt zu verbinden. Das Gremium hatte bereits mehrfach darüber beraten, da die eigene Wasserversorgung des Teilortes "allmählich untragbare Zustände angenommen hatte". Sämtliche Quellen, aus denen das Leitungsnetz des Ortes gespeist wurde, hatten seit langem kein hygienisch einwandfreies Ergebnis geliefert, wie zu lesen war.

In der Ratssitzung ging es auch um die Frage, ob zu Beginn des Schuljahres 1966 in Ehingen das neunte Schuljahr eingeführt werden könne. Bürgermeister Wilfried Henger erklärte, die zur Verfügung stehenden Räume reichten dafür nicht aus. "Wir haben ja jetzt schon akuten Schulraummangel an den Volksschulen. Für das neunte Schuljahr werden drei weitere Räume benötigt und diese stehen nirgends zur Verfügung." Henger kündigte an, das Projekt Wenzelsteinschule stärker zu forcieren.