Musik Rottenacker: Serenade vor der Kirche

In Rottenacker wurden langjährige Mitglieder des Kirchenchors geehrt: Solveig Lang, Waltraud Hack, Doris Lang, Lore Schiek und Brigitte Unsöld (vorne von links), sowie Emi Schnizer, Johannes Müller und Chorleiter Daniel Kenntner (hinten).
In Rottenacker wurden langjährige Mitglieder des Kirchenchors geehrt: Solveig Lang, Waltraud Hack, Doris Lang, Lore Schiek und Brigitte Unsöld (vorne von links), sowie Emi Schnizer, Johannes Müller und Chorleiter Daniel Kenntner (hinten). © Foto: Anne Hagenmeyer
Rottenacker / Anne Hagenmeyer 13.08.2018

Ein Wunschkonzert protestantischer Kirchenlieder erwartete am Freitagabend die Besucher der zweiten Serenade des Rottenacker Kirchenchors. Es waren die langjährigen Mitglieder, die das Programm mit ihren Lieblingsliedern gestalteten, und so entstand eine kleine Hitparade evangelischer Kirchenlieder.

Das Konzert bot den Rahmen für Ehrungen: Seit 66 Jahren singt Waltraud Hack im Kirchenchor. Chorleiter Daniel Kenntner bezeichnet sie als das „Wikipedia“ der Kirchenmusik, da sie alle Kirchenlieder kenne – sogar auswendig. Waltraud Hack nahm die Ehrung zum Anlass, einen dringenden Appell an die Jugend zu richten, sich dem Chor anzuschließen, da der Chor etwas an Überalterung leide. Für sie Serenade kamen unterstützend Sängerinnen und Sänger aus Weiler­steußlingen dazu. Waltraud Hack durfte sich als „Dienstälteste“ zwei Lieder aussuchen, und der Chor sang „Vergiss nicht zu danken, dem ewigen Herrn“ und die Psalmvertonung „Meine Zeit steht in Deinen Händen“.

Schriftführerin Solveig Lang singt seit 50 Jahren in Rottenacker. Sie wünschte sich den Klassiker „Geh aus mein Herz und suche Freud“. Seit 30 Jahren kümmert sich Doris Lang um die Noten des Chors. Für sie gab es einen Choral von Carl Philipp Emanuel Bach. Für zehn Jahre Singen wurden die Mitglieder Johann Müller, Lore Schiek, Emi Schnizer und Brigitte Unsöld geehrt. Sie wünschten sich klassische Choräle aus Messen.

Den Ausklang seiner Serenade gestaltete der Chor mit Abendliedern und stimmungsvoll nahmen die Sängerinnen und Sänger Abschied, indem sie singend die Kirche verließen und dem Publikum „Schon glänzt des Mondes Licht am Himmelsbogen“ mit nach Hause gaben.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel