Politik Rivoir will nicht auf den Diesel draufhauen

Martin Rivoir (rechts) war auf Einladung des SPD-Ortsvereins Schelklingen ins Gasthaus Hirsch gekommen.
Martin Rivoir (rechts) war auf Einladung des SPD-Ortsvereins Schelklingen ins Gasthaus Hirsch gekommen. © Foto: Lothar Sobkowiak
Schelklingen / Lothar Sobkowiak 18.05.2018

Jürgen Haas, der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins, hatte für Dienstagabend Martin Rivor, den stellvertretenden Vorsitzenden der SPD-Fraktion im Stuttgarter Landtag, ins Gasthaus Hirsch nach Schmiechen eingeladen. Rivoir, zugleich verkehrspolitischer und kulturpolitischer Sprecher im Landtag, ebenso Stadtrat der Ulmer SPD-Fraktion, war mit dem Zug angereist.

Was Fahrverbote angeht, meinte Rivoir: „Es wird nicht der Tag kommen, wo man nach Schelklingen nicht mehr mit dem alten Diesel hineinfahren kann.“ Die Autoindustrie solle wohl für die falschen Messungen bei den Schadstoffemissionen zur Rechenschaft gezogen werden, aber nicht der Autofahrer mit einem Wertverlust seines Fahrzeugs bestraft werden, was Rivoir als „kalte Enteignung“ bezeichnete. Mit der neuen Euro 6d-Norm würden die Dieselfahrzeuge wieder „salonfähig“ gemacht“; es hingen tausende Arbeitsplätze davon ab.

Zusätzliche Förderung

Rivoir begrüßte, dass die Region zum Unesco-Weltkulturerbe ernannt wurde. Das Informationszentrum in Schelklingen soll kommen und das zur Verfügung stehende Geld, das aufgestockt wurde, auch ausgegeben werden.

Die Standorte Schelklingen, Blaubeuren und Niederstotzingen mit dem Archäopark sollten zusammenarbeiten. Auch der Geopark mit Geschäftsstelle in Schelklingen muss vom Land zusätzlich mit Geld versorgt werden, was er auch forcieren werde.

Haas sprach die neue Beschilderung an mit dem Hinweis auf die Sehenswürdigkeiten, die auch Blaubeuren und Blaustein mit den Pfahlbauten betreffen.