Landwirtschaft Rindviehschau: Werbung für den Berufsstand

Allmendingen / Walter Kneer 18.06.2018
Die erste Rindviehschau im Rahmen des Allmendinger Kreismusikfests war ein Erfolg.

Als Werbung für den Berufsstand und die Züchter der Fleckviehzuchtvereine Blaubeuren und Ehingen hat sich die erste gemeinsame Bezirksrindviehschau in Allmendingen am Sonntag erwiesen. Im Rahmen des Kreiselmusikfest des Musivereins präsentierten zwölf Betriebe beider Vereine den Besuchern 75 Kühe und 14 Kälber. Zuvor hatte Pfarrer Martin Jochen Wittschorek die Tiere gesegnet.

Bei den Besten im Ländle

In den Wertungen präsentierten die Zuchtbetriebe Kühe von der Kategorie Jung bis Alt mit einer oder mehreren Kalbungen, die mit zu den besten im Lande zählen. Da viel Publikum ohne bäuerlichen Hintergrund gekommen war, erläuterten die Preisrichter  Dr. Alfred Weidele und Reinhold Haag von der Rinderunion Baden-Württemberg, worauf es bei der Bewertung der Kühe ankommt und was eine Spitzenkuh in ihrem Leben zu leisten im Stande ist.

Weil es sich beim Fleckvieh um eine Zweinutzungsrasse handelt, die sowohl auf hohe Milchleistung als auch auf Fleischqualität ausgerichtet ist, stellte der Wertungsrichter anhand dreier Kühe deren außergewöhnliche Leistungen dar. So lassen sich mit einer Tagesleistung von 21,6 Litern Milch zwei Kilogramm Käse oder 20 Kilo Joghurt herstellen. Herausragend ist etwa die Produktion der Kuh Hanna vom Hofgut des Konradihauses Schelklingen, die es auf eine Lebensleistung von 88.000 Litern Milch bringt.

Bei den Einzelbewerben hatten es die Preisrichter oft nicht leicht, die Sieger zu ermitteln. Oft gaben lediglich Nuancen den Ausschlag. So bei der Wertung des Betriebs-Cup, in der der Zuchtbetrieb Scheuing aus Berg mit seinen drei Kühen nur knapp vor dem Betrieb Keller aus Hausen ob Allmendingen die Oberhand behielt.

Der Nachwuchs weiß Bescheid

Ein Höhepunkt für die Besucher war die Vorführung der Kälbchen durch den Züchternachwuchs. Manchmal wollte das Kälbchen nicht so wie sein junger Betreuer. Aber mit Fachkenntnissen konnten die Nachwuchszüchter durchaus glänzen, denn auf die Fragen übers geführte Kälbchen von Braunviehkönigin Beate Bühler aus Hitzisweiler hatten sie stets Antworten parat.

Scheuings aus Berg sind dreimal vorne

Ergebnisse in den Einzelwertungen: Eutersiegerin: Kuh Disilla von Hansjörg Schilling aus Blaubeuren-Wennenden; Fleischsiegerin: Kuh Luzia vom Hofgut Schelklingen-Konradihaus; Siegerkuh jung : „Sarina“ von Markus Scheuing aus Berg; Mittel: „Highnoon“ vom Betrieb Joachim Keller, Hausen o.A.; Alt: „Romy“, Scheuing, Berg; Betriebscup: Familie Scheuing, Berg.

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