Rückblick Rekord in Öpfingen

Vor 25 Jahren: Der Öpfinger Osterlauf verzeichnete mit 824 Teilnehmern eine Rekordbeteiligung. Die Läufer gingen über 7,5 Kilometer und in der Halbmarathon-Distanz an den Start.
Vor 25 Jahren: Der Öpfinger Osterlauf verzeichnete mit 824 Teilnehmern eine Rekordbeteiligung. Die Läufer gingen über 7,5 Kilometer und in der Halbmarathon-Distanz an den Start. © Foto: Archiv/Josef Haible
Ehingen / Julia-Maria Bammes 12.04.2018

Vor 25 Jahren

Der Osterlauf in Öpfingen zog immer mehr Interessierte an. 1993 richtete die SG die Veranstaltung bereits zum 16. Mal aus, 824 Läufer gingen an den Start – eine Rekordbeteiligung, hieß es.  Am Halbmarathon beteiligten sich 599 Wettkämpfer. Sieger wurde ein Teilnehmer aus Isny, der bereits 1992, 1988 und 1983 auf dem Siegertreppchen gestanden hatte, berichtete die Zeitung.

Bei Liebherr in Ehingen ging abends gegen 21 Uhr eine Bombendrohung ein. Die Verantwortlichen reagierten sofort und schickten die Spätschicht nach Hause. Die Polizei wurde alarmiert; eine Bombe konnten die Beamten jedoch nicht entdecken.

Das Öpfinger Jugendhaus sollte aus dem Unteren Schloss ausziehen. Einen neuen Standort für den Treffpunkt hatte die Gemeinde bereits ausgemacht: Die Jugendlichen sollten künftig das alte Kläranlagen-Gebäude nutzen, das bereits seit zehn Jahren stillgelegt war. Für die Sanierung der alten Anlage waren rund 200 000 Mark eingeplant.

Die kleine Kapelle in Lauterach sollte um eine Sakristei erweitert werden – doch das führte zu Diskussionen. An der Notwendigkeit des Anbaus bestehe kein Zweifel, berichtete die Zeitung. Jedoch sei der Standort für die Sakristei heftig umstritten.

Vor 50 Jahren

Das Gymnasium in Ehingen wurde immer beliebter. Wie die Zeitung berichtete, habe sich die Zahl der Schüler deutlich erhöht. Binnen zwei Jahren sei sie um 219 auf nunmehr 1013 gestiegen. Allerdings sei das Gymnasium gemäß gültiger Bestimmungen immer noch unterbelegt, war zu lesen: Anstatt der möglichen 38 Schulklassen gebe es nur 32.

Der Fuchs müsse stärker bejagt werden, hieß es in der Hauptversammlung der Kreisjägervereinigung. Hintergrund: Die Tollwut war zurückgekehrt, in den Wochen zuvor waren einige Tiere, die an dem Virus erkrankt waren, getötet worden. Auch der Einsatz von Gas war im Gespräch.

Ein Blick auf die Leinwand: Die Post-Lichtspiele in Munderkingen zeigten den Heimatfarbfilm „Drei weiße Birken“, „der zwei Stunden Freude, Humor und beschwingte Melodien schenkt“. Außerdem kündigte das Kino einen „tempogeladenen Reißer von nicht mehr zu überbietender Spannungsdichte“ an, der auf vielfachen Wunsch der Besucher gezeigt werde: „James Bond 007 – Liebesgrüße aus Moskau“.

Was die Welt vor 50 Jahren bewegte

Schiffsunglück In einem tropischen Wirbelsturm, der große Teile der Nordinsel Neuseelands verwüstete, kenterte vor dem Hafen von Wellington das Fährschiff „Wahine“ und sank. An Bord befanden sich 744 Passagiere und Besatzungsmitglieder. Mindestens 65 Menschen ertranken, berichtete die Zeitung. Die Fähre war auf ein Riff gelaufen und mit einem großen Leck in der Bordwand zunächst wieder freigekommen. Plötzlich habe sich das Schiff aber auf die Seite gelegt und sei schließlich kieloben in der Tiefe verschwunden. Die stürmische See erschwerte die Rettung. An Land richtete der Wirbelsturm große Schäden an, mehr als 100 Menschen wurden verletzt. jb