Kinderfest Reife Leistung bei Kinderolympiade gezeigt

Ehingen / RENATE EMMENLAUER 23.07.2018

War das ein Gewusel im Ehinger Stadion. Die TSG hatte am Samstag zur fünften Kinderolympiade im Rahmen des Ehinger Sommer- und Kinderfestes eingeladen. Mädchen und Jungs, vom Dreikäsehoch bis zum Grundschüler, gingen mit Feuereifer die ausgewählten und vorbereiteten Disziplinen an. So durften die rund 70 teilnehmenden Kindergartenkinder ihr sportliches Talent beim Sackhüpfen, Weitwurf von Sandsäckchen, Bällerollen oder auch beim Weitsprung und Laufen unter Beweis stellen.

Mamas und Papas feuerten die Kleinen teils so hitzig an, als ginge es um einen echten Olympiatitel. Und manches Mal floss auch die eine oder andere Träne, wenn der Dreikäsehoch im Eifer des Gefechts versehentlich auf dem Po landete, sich eine kleine Schramme zuzog oder ein anderes Kind geschickter war.

Erneut hatte die TSG Ehingen das Deutsche Sportabzeichen für Kinder ab sechs Jahren in die Kinderolympiade integriert. Mehr als 100 kleine Sportler machten mit und zeigten bei den Disziplinen rund um die Leitathletik wie Sprint, Werfen und Weitsprung teils reife Leistungen. Rund 30 Helfer koordinierten die mehrstündige Großveranstaltung und betreuten überdies die Gruppen, die im gesamten Stadion verteilt waren. Der Fleiß aller Kinder wurde bei der Siegerehrung im Festzelt toll belohnt. Jeder Sprössling erhielt fürs Mitmachen eine funkelnde goldfarbene Medaille an einem Band in den Ehinger Stadtfarben. „Das ist die olympische Medaille der Großen Kreisstadt Ehingen“, verkündete der frühere TSG-Vorsitzende Georg Schreiber, der die Moderation der Siegerehrung übernommen hatte. Wobei es eigentlich keine Sieger und Verlierer gab, da bei der Kinderolympiade nicht gewertet wurde. Zusätzlich gab es für alle Kinder Teilnahmeurkunden.

Weil zwei Stunden Sport mit Spiel und Spaß ganz schön hungrig machen, bewirtete das Küchenteam die Besucher im Zelt mit Kuchen, Pommes, Hamburgern und Grillwürsten, so dass die Siegerehrung zu einem geselligen Fest gedieh.

Denken ist angesagt

Wer eher den Denksport bevorzugte, war am Samstag bei der Schacholympiade im Vereinsdomizil der Abteilung Schach der TSG Ehingen an der richtigen Adresse. Zwölf Teilnehmer zwischen 11 und 14 Jahren waren gegeneinander angetreten – alle sind in der Schachgruppe. Die Abteilungsleiterin Ursula Schröttner und Erwin Schröttner zeigten sich mit der Resonanz zufrieden. Obgleich sie im nächsten Jahr auch über die Stadtgrenzen hinaus propagieren möchten, dass beim Schachturnier nicht nur Vereinsmitglieder mitmachen dürfen. Ausgespielt wurde das Turnier über sieben Runden im so genannten Schweizer System. Demnach wurden die Paare in der ersten Runde nach dem Zeitpunkt der Anmeldung festgelegt, in der zweiten Runde spielten die Sieger gegeneinander, ebenso die Verlierer.

Die Teilnehmer gingen beim Wettkampf konzentriert zur Sache. „Es ist nicht damit getan zu wissen, wie die Figuren ziehen. Wichtig sind Strategie, Taktik und viel Spielpraxis“, befand Schachexperte Erwin Schröttner. Jeder Teilnehmer wurde mit einer Urkunde und der obligatorischen TSG-Medaille belohnt. David Schleining durfte als Turniersieger einen Pokal in Empfang nehmen.

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