Veranstaltung Regionaler Ausbildungstag in Munderkingen

RENATE EMMENLAUER 27.01.2018

Viel Lob ernteten Initiator Waldemar Schalt, Bürgermeister Dr. Michael Lohner sowie die anderen Verantwortlichen für die Organisation des siebten Regionalen Ausbildungstags gestern in der Munderkinger Donauhalle. „Hier kommen die Schüler gut vorbereitet her. Viele haben sich über die Firmen informiert. Da kommen konstruktivere Gespräche zustande, als wenn die Schüler einfach so durchlaufen und nicht einmal grob wissen, was für ein Beruf sie interessieren würde“, sagen Erwin und Stephanie Stöhr. „Und es ist auch von der Zeiteinteilung gut geplant“, sagen sie. Deshalb waren die Logistik­unternehmer aus Rottenacker gestern auch persönlich vor Ort. „Vom Ausbildungstag in Munderkingen erhalten wir stets die meisten Rückmeldungen seitens der Jugendlichen“, berichtet Stephanie Stöhr.

Familiäres Klima

Angetan von der Veranstaltung zeigt sich auch Firmenchef Andreas Assfalg vom Hydraulikhersteller aus Unterwachingen. „Für mich ist es immer eine Herzenssache, hier zu sein. Zum einen möchte ich potenzielle Azubis selbst kennenlernen. Anderseits ist der Ausbildungstag auch eine gute Plattform für Gespräche zwischen den ausstellenden Firmen. Man kennt sich hier.“ Sein Betrieb habe ungeachtet des ländlichen Standorts keine Probleme, Lehrlinge zu finden. „Manche der jungen Leute ziehen uns kleinere Mittelständler den Großbetrieben vor. Vielfach wegen des familiären Klimas und der breit gefächerten Ausbildung“, sagt Assfalg. Auch Denis Lamsfuß als Leiter des Seniorenzentrums St. Anna in Munderkingen ist mit der Resonanz der Jugendlichen in Sachen Ausbildung bislang zufrieden. „Wir haben noch keinen Engpass. Der Ausbildungstag ist auf alle Fälle zuträglich. Wir bieten auch Schnuppertage und Praktika in unserer Einrichtung an“, teilt er mit. Der Malerbetrieb Diehr aus Munderkingen ist mit Firmenchef Norbert Diehr-Selg, Meisterin Heike Diehr und den beiden Azubis Sabrina und Katrin vor Ort. „Der Beruf als Maler ist klasse. Man kann super kreativ und auch selbständig arbeiten“, finden die jungen Damen. Bei Schlegel Modiscript aus Unterstadion haben die Schüler die Aufgabe, anhand eines Originals einen Apfel zu malen. „So sehen wir gleich, wer grafisches Talent besitzt“, berichtet Sonja Bloching, Assistentin der Geschäftsleitung. Rund 700 Schüler aus den Munderkinger Schulen sowie aus den Gemeinden im Umland und andere Jugendliche mehr informierten sich. Teils wurden sie von ihren Eltern begleitet. Geboten waren Informationen über die Vielfalt der Ausbildungsberufe und über die schulische Weiterbildung. Rund 50 Betriebe, Institutionen und Schulen machten mit.

Infos per Fragebogen

Von Vorteil war die gute Vorbereitung in einigen Schulen. Im Vorfeld mussten sich die Schüler zehn Firmen auswählen, an denen sie Interesse haben und näheres zu den Firmen in Erfahrung bringen. Anhand eines Fragebogens holten sich die Jugendlichen gestern weitere Informationen bei den jeweiligen Firmen oder Behörden. Fabio (14) und Vanessa (15) peilen etwa beide den Werk­realschulabschluss an. Für die Schülerin sind Polizei und Bundeswehr Traumberufe, sie informierte sich  ausgiebig darüber. Ihr Mitschüler will dagegen Mechatroniker werden, am liebsten bei den Firmen Assfalg oder Hahl. Mittendrin im Trubel war Bürgermeister Dr. Michael Lohner. Die Stadt Munderkingen ist Ausrichter des Regionalen Ausbildungstags, Organisator ist Waldemar Schalt. „Es hat sich wieder gelohnt. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung im nächsten Jahr“, sagt Schalt.

Lohner: „Möglichkeiten nutzen“

Der Bürgermeister nutzte bei der Eröffnung die Gelegenheit, sich persönlich an die potenziellen Berufseinsteiger zu wenden. „Zu meiner Jugendzeit gab es 300 Bewerber für zehn Ausbildungsplätze. Heute werden die jungen Leute von den Firmen umworben. Also nützt die Möglichkeiten.“ Lohner nannte den Regionalen Ausbildungstag ein richtiges und wichtiges Erfolgsmodell, ein Marktplatz für die Ausbildung mit hoher Qualität.

Der Bürgermeister lobte Waldemar Schalt, der die Veranstaltung vor sieben Jahren initiierte, als einen erfahrenen Macher mit einem großen Herz für eine lebendige Raumschaft Munderkingen und insgesamt für den Ländlichen Raum.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel