Feuerwehrübung Rechtensteiner Wehr rettet drei „Vermisste“

Einer der Vermissten wurde bei der Feuerwehrübung in Rechtenstein über ein Fenster im Erdgeschoss gerettet.
Einer der Vermissten wurde bei der Feuerwehrübung in Rechtenstein über ein Fenster im Erdgeschoss gerettet. © Foto: Dietmar Burgmaier
Rechtenstein / Dietmar Burgmaier 19.11.2018
Ein brennendes Wohnhaus am Braunselweg war die Annahme bei der Hauptübung in Rechtenstein.

Um 16.30 Uhr am Samstag hat die Sirene auf dem Rathausdach von Rechtenstein die Feuerwehr zur Hauptübung alarmiert. Angenommen wurde der Brand in einem leerstehenden, der Gemeinde gehörenden, älteren Haus am Braunselweg. Vermisst wurden drei Personen. Schon wenige Minuten nach der Alarmierung, die auch über Funkmeldeempfänger ausgesandt wurde, erreichten die 20 Wehrmänner den Brandort.

Atemschutz-Trupps vor Ort

Die erste Gruppe kam im Feuerwehrfahrzeug der Gemeinde auf den Platz vor dem Rathaus. Schnell wurde der nahe Hydrant angezapft. „Der Erstangriff erfolgt mit Wasser aus dem Hydranten. Die nachrückenden Kräfte werden mittels Pumpe mit Löschwasser aus der Donau versorgt“, erklärte Kommandant Bernd Schnitzer.

Zur Stelle waren auch zwei Atemschutz-Trupps mit je zwei Mann. Der erste Trupp drang rasch ins Haus vor, das mit Hilfe einer Nebelmaschine verraucht worden war. Über Funk hielten die Atemschutzträger mit ihren Kameraden draußen vor dem Haus Kontakt. Sie meldeten schon bald: „Zwei vermisste Personen im Erdgeschoss gefunden.“ Wenig später brachten die vorgedrungenen Wehrmänner die beiden Hausbewohner in Sicherheit. Diese mimten der stellvertretende Bürgermeister Anton Fisel und der Sohn des Feuerwehrkommandanten Lukas Schnitzer.

Jetzt machte sich der zweite Trupp bereit und suchte auch den Keller des brennenden  Wohnhauses ab. Dort wurden die Männer fündig: Feuerwehrmann Benjamin Tress wartete dort schon auf seine „Retter“. Dann aber gab es ein plötzliches Problem: Der Weg nach draußen durch die Haustür war versperrt. Deshalb musste das Trio durchs Fenster im Erdgeschoss aussteigen. „Die Rettung erfolgt hier über eine Steckleiter“, sagte der Kommandant. Schließlich gelang es unter Einsatzleiter Christian Knupfer, auch den dritten Vermissten zu bergen.

20 Zuschauer verfolgen Übung

Etwa 20 Zuschauer verfolgten die Übung, unter ihnen viele Partnerinnen der Feuerwehrleute mit ihren Kindern. Auch die ehemaligen Kommandanten Edwin Gairing und Hubert Schauber wohnten der Hauptübung bei. Am Ende war Kommandant Schnitzer recht zufrieden. „Es gibt noch Kleinigkeiten zu verbessern, aber ich muss sagen: Wir lagen in der Zeit“, sagte er.

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