Die Idee, aus einer Wiese im Teilort Neuburg acht Stellplätze für Wohnmobile zu machen, muss Siegfried König junior nun wohl begraben. Wie berichtet, hatte sein Anliegen in der Sitzung des Gemeinderats Lauterach Ende März bereits für Diskussionsstoff gesorgt. Zu zentral, zu laut, passt nicht ins Dorfbild - so die Bedenken. Der Gemeinderat vertagte damals die Entscheidung, bis das Landratsamt dazu Stellung bezogen habe.

Zwischenzeitlich liegt ein Schreiben der zuständigen Umweltbehörde im Landratsamt vor, wonach solche Vorhaben, wenn mehr als drei Stellplätze errichtet werden sollen, nicht im Dorfgebiet möglich sind, teilte Bürgermeister Bernhard Ritzler in der Sitzung am vergangenen Montag dem Gemeinderat mit.

Inwieweit das Gesuch hinsichtlich der geplanten Stellplätze reduziert werden könnte, wurde zwar noch ergebnisoffen im Gremium diskutiert. Doch am Ende beschloss der Gemeinderat, angesichts der Vorschriften und im Sinne des Dorffriedens Königs Baugesuch abzulehnen, teilte Ritzler mit. Wie berichtet, hatte ein nicht unmittelbarer Angrenzer zehn Unterschriften gegen das Baugesuch gesammelt. Das Argument: In der Dorfmitte sei so ein Projekt eine erhebliche Veränderung.

Zu Beginn der Lauteracher Ratssitzung besichtigte der Gemeinderat den neu gestalteten Abstellplatz neben dem Bauhof. Hier wurden eine Stützmauer errichtet und eine Fläche mit Pflaster belegt. In Richtung Lautertalhalle werden Betonpalisaden den dortigen Hang nach unten abschließen. Der Gemeinderat war mit der Ausführung der Arbeiten zufrieden.

In der Sitzung hob der Gemeinderat die bisherige Feuerwehrkostenersatzsatzung auf. Sie entspreche nicht den Vorgaben, weil die darin festgelegten Gebührensätze nicht kalkulatorisch ermittelt wurden. Da nur sehr wenige Fälle des Kostenersatzes vorkommen, ist es für kleinere Gemeinden praktikabler, die jeweils tatsächlich entstandenen Kosten anzusetzen und nicht eine aufwendige übergreifende Kalkulation zu machen, hieß es.

Erfreut zeigte sich der Gemeinderat über einen Vorschlag der Landjugend. Sie bot an, ihren Raum, den Nebeneingangsbereich und auch den Leseraum der Lautertalhalle neu zu streichen. Die Kosten für das Material wird die Gemeinde übernehmen.