Mucksmäuschenstill wurde es im Saal, als die Variationen aus Flöte, Klarinette, Saxofon und Horn erklangen: Das Quintett „5 nach“ mit Musikern des Kreisverbandsjugendblasorchesters Ulm/Alb-Donau und einer Gastspielerin trat am Sonntag im Probelokal des Musikerheims in Schelklingen auf. Dirigent Volker Frank moderierte vor gut 70 Zuhörern.

Beethoven, Verdi und Rutter

In exzellenter Darbietung spielten die Musiker Beethovens „Fifth Bossa Nova“ (Terence Greaves), „Klezmer for Julia“, (Matthias Ernst), Trio op. 45 Nr. 2 in g-Moll (Giuseppe Verdi), „Allegretto molto“ (Weller) für zwei Hörner, „Shepherd of Provence“ (Eugene Bozza), „Nice Boogie“ (Felix Volkmann), „Three American Miniatures“ (John Rutter), „Morphologie“ (Thomas Asanger) und das Hornquintett KV 407 (W.A. Mozart).

Im Stück „Shepherd of Provence“ in vier Teilen, bei dem es um Schafe geht, wurde ein Raumteiler aufgestellt, um den Klängen den Eindruck eines Echos zu vermitteln. Trauer und Freudenstimmung war bei der Klezmermusik zu spüren. Beim Nice Boogie, gespielt mit zwei Saxophonen, wurde es lustig, bevor „Fanfare and Proclamation, Blues und Rag“ von John Rutter die Zuhörer in Stimmung versetzte und in die USA blicken ließ.

Musik als einfaches Handwerk

Thomas Asanger komponierte mit „Morphologie“ ein fast mystisches Stück. Er behauptet, Musik sei keine Kunst, sondern ein einfaches Handwerk, bei dem man nur wissen müsse, welche Werkzeuge und Zutaten man bräuchte, wie Frank zitierte.

Ein Rondo mit Soloeinlage eines Horns sollte nicht das letzte Stück gewesen sein, dem 75-minütigen Konzert folgte eine Zugabe. Beim anschließenden Sektempfang bewiesen die sechs Musiker vor dem begeisterten Publikum, dass sie auch a cappella musizieren können.