Musiksommer Quer durch die Volkslieder

Das Bläserquintett der Stadtkapelle – im Vordergrund der Chor Cantus Firmus – gestaltete die musikalischen Übergänge zwischen den Chören.
Das Bläserquintett der Stadtkapelle – im Vordergrund der Chor Cantus Firmus – gestaltete die musikalischen Übergänge zwischen den Chören. © Foto: Foto. Christina Kirsch
Ehingen / Christina Kirsch 29.06.2018
Erstmals konnte die Chorserenade bei gutem Wetter vor dem Franziskanerkloster stattfinden. Chöre und Musiker bescherten dem Publikum einen kurzweiligen Abend.

In den vergangenen Jahren hatte die Chorserenade im Rahmen des Ehinger Musiksommers kein Wetterglück und musste in die Lindenhalle verlegt werden. Heuer klappte es jedoch vor dem Franziskanerkloster: Das kleine Amphitheater war die Bühne für Chöre und Musiker, die die Chorserenade zu einem gut besuchten, unterhaltsamen Abend gestalteten.

Die SchmieKo-Kids, die vergangenes Jahr noch in der Lindenhalle auftraten, machten mit munteren Liedern den Anfang. Der inklusive Schulchor der Schmiech­talschule und der Grundschule im Alten Konvikt sang unter der Leitung von Silke Schwesig Lieder wie „Im Namen der Kinder“ und „Farbe nach Noten“. Seit Jahren sorgt das Bläserquintett der Stadtkapelle für die Übergänge zwischen den einzelnen Chorbeiträgen und startete heuer mit der passenden Komposition „Es geht los“. Später hörte man Titel wie „Fünf Freunde der Musik“ und „Wien bleibt Wien“.

Fester Bestandteil der Chorserenade ist der Werkstattchor des Heggbacher Werkstattverbundes, der seit Jahren von Heinz Schlumberger geleitet und an der Gitarre begleitet wird. Mit Volksliedern wie „Wenn die bunten Fahnen wehen“ und dem schwäbischen Lied „’S Kübele schwemmt im Bodensee“ erfreuten die Sänger das Publikum. Als das Ehinger Heimatlied angekündigt wurde, entfuhr einem Sänger spontan ein glückseliges „Jawoll, Juhu“.

Mit einem bangen Blick gen Himmel stellten sich die 16 Männer des Chors „Cantus Firmus“ unter der Leitung von Rolf Ströbele auf. Dunkle Wolken zogen über Ehingen und genau zum Lied „Wochenend’ und Sonnenschein“ fielen ein paar Regentropfen auf das Publikum, das eilig Regenschirme aufspannte. Das Klavier wurde vorsorglich in Folie eingepackt. Doch es blieb bei der kleinen Wetterdrohung und das Konzert endete unbehelligt vom Nass. Die Liedertafel Ehingen und der Gesangsverein Hausen ob Urspring begrüßten das Publikum mit „Fröhlich klingen unsre Lieder“ und besangen mit einem schwedischen Volkslied die „Blaubeeren, im Garten so schön“. Chorleiter Alexander Lotz begleitete die Sänger am Piano.

Liebherr-Chor mit Farbtupfer

In gelben Jacken sorgte der Liebherr-Chor farblich und mit seinem Gesang musikalisch für einen Farbtupfer. Kurt Rapp dirigierte das bekannte „Halleluja“ von Leonhard Cohen und auch „Überall auf der Welt singt man Lieder“. Leider verwehte es den Gesang mit den aufziehenden Wolken etwas. Am früheren Standort im Groggental sangen die Chöre im Schutz der Kirchmauer. Diese Umfriedung fehlte vor dem Franziskanerkloster.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel