New York/München Pulitzerprämierter Kriegsfotograf Horst Faas ist tot

Horst Faas vor seinen Fotos beim Foto-Festival in Perpignan 2008. Foto: afp
Horst Faas vor seinen Fotos beim Foto-Festival in Perpignan 2008. Foto: afp
AFP 12.05.2012

Der deutsche Kriegsfotograf und zweifache Pulitzerpreisträger Horst Faas ist am Donnerstag im Alter von 79 Jahren in München gestorben. Das teilt die Nachrichtenagentur AP mit, für die Faas fast 50 Jahre lang gearbeitet hat. Berühmt wurde er vor allem durch Fotos vom Vietnamkrieg aus den Jahren 1962 bis 1974. Faas sorgte auch für die Veröffentlichung des berühmten Fotos seines AP-Kollegen Nick Ut vom Juni 1972, das die vor einem Napalmangriff fliehende neunjährige Kim Phuc zeigt. Einige Kollegen hatten Bedenken, es zu veröffentlichen, da sich das kleine, schwerverletzte Mädchen die brennenden Kleider vom Leib gerissen hatte und nackt war.

1967 wurde Faas in Vietnam schwer verletzt. 2005 zog er sich bei einem Korrespondententreffen in Hanoi eine schwere Infektion zu und war seitdem von der Taille abwärts gelähmt. 2008 verschlimmerte sich sein Zustand. Seit Februar war er im Krankenhaus./eb