WM Portugal, Griechenland, Deutschland

Patricio da Costa, seine Ehefrau Maria Patricia und die Kinder Joana, Nico und Elesa (vorne rechts) sind begeisterte Fans der Fußball-WM.
Patricio da Costa, seine Ehefrau Maria Patricia und die Kinder Joana, Nico und Elesa (vorne rechts) sind begeisterte Fans der Fußball-WM. © Foto: Tobias Knaack
Ehingen / TOBIAS KNAACK 16.06.2014
Beim Spiel Deutschland gegen Portugal hält Patricio da Costa zu seinem Heimatland Portugal. Sonst aber feuern er und seine Familie Deutschland an.

2:1. Für Portugal. Das ist der Tipp von Patricio da Costa für das Aufeinandertreffen von Portugal und Deutschland in der Vorrunde der Weltmeisterschaft in Brasilien. "Wenn Portugal nicht spielt, bin ich für Deutschland", sagt er. Treffen beide Teams wie zuletzt häufiger bei großen Turnieren aufeinander, dann hält er es aber doch mit seinem Heimatland. Sein Lieblingsspieler: Nein, nicht Superstar Cristiano Ronaldo. Da Costa hält es eher mit den Abwehrspielern Pepe und Fabio Coentrao.

Geboren in der Nähe von Porto kam da Costa 1980 nach Deutschland, genauer: nach Riedlingen. Dort arbeitete er später auch bei der Firma Silit. Nach Ehingen zog es ihn 1999. Weil er bei Liebherr Arbeit als Lackierer fand - und der Liebe wegen. Seine Frau, Maria Patricia, ist Griechin. Portugal und Griechenland? Da war doch was! 2004 schlugen die Griechen mit dem deutschen Trainer Otto Rehhagel die Portugiesen zwei Mal bei deren Heim-EM: zum Turnierauftakt und im Finale. "Da haben wir erstmal zwei Wochen nicht miteinander geredet", sagt er und lacht. Ohnehin lacht da Costa sehr viel. Ein wenig auch über die Spanier, die am Vorabend eine 1:5-Abreibung von den Niederländern verpasst bekamen.

"Ich habe viele spanische Freunde", sagt er. Auch die Cousins vom nicht für die WM berücksichtigten Stürmer Mario Gomez, der in Riedlingen zur Welt kam, kennt er. Einen Anruf bei seinen Freunden hat er sich dann bisher aber doch noch verkniffen - obwohl es ihn freuen würde, wenn mal nicht die Spanier, die zuletzt zwei Europameister- und einen Weltmeistertitel in Folge holten, wieder den Pokal in die Höhe recken. "Es muss doch auch Abwechslung geben, dass mal wieder jemand anderes gewinnt."

Die WM Begeisterung in der gesamten Familie - die beiden haben drei Kinder - ist groß. Nico, 10 Jahre alt und Stürmer bei der SG Dettingen, hält es mit der Zuneigung wie sein Vater. Seine kleine Schwester Elesa, 8, auch selber begeisterte Fußballerin, unterstützt Portugal. Joana, 13, zeigt mit ihrem Brasilien-Shirt zumindest optisch Flagge für das Gastgeber-Land. Und die Mutter hält es natürlich mit Griechenland. Und sonst fiebern alle mit Deutschland.

Heute Abend will die Familie zusammenschauen, gemeinsam mit ein paar Freunden. Dann wird der Grill angeschmissen und das Spiel auf dem neuen Fernseher angeschaut. Wie weit Portugal kommen kann? "Maximal bis ins Halbfinale. Dann fliegen die doch eh immer raus", sagt er und lacht wieder. Vieles werde auf einen guten Start ankommen. Und da hat er ja schließlich ein 2:1 für Portugal getippt.

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