Verkehr Poller sollen in Rißtissen die Raser bremsen

Die Straße „Im Edle“ beschäftigte die Räte.
Die Straße „Im Edle“ beschäftigte die Räte. © Foto: Schultheiß
Rißtissen / JOACHIM SCHULTHEISS 24.07.2018
Der Ortschaftsrat Rißtissen hat über die Anmeldung der Haushaltsmittel 2019 entschieden. Poller zur Verkehrsberuhigung sollen „Im Edle“ aufgestellt werden.

Seit längerem beklagen sich Anwohner, dass die Straße „Im Edle“ in Rißtissen als Durchgangsstrecke genutzt wird. Das war Thema der Ortschaftsräte am Montag. In der Straße, die eine Tempo-30-Zone ist, werde oft zu schnell gefahren. Vor allem, wenn viele Fahrzeuge Richtung Golfplatz unterwegs seien, müsse man Angst haben, wenn man aus seinem Grundstück herausfahre. Das sagte Markus Dreher, einer der Anwohner. Da das Ordnungsamt der Stadt nach einer mehrwöchigen Verkehrszählung entschieden hat, dass eine Begrenzung des Verkehrs nur auf Anlieger „Im Edle“ nicht möglich ist, mussten die Ortschaftsräte andere Lösungen finden. Bei einer Stimme Enthaltung entschieden sie sich für die Errichtung von Pollern, um zumindest die Geschwindigkeit zu verringern. Ortsvorsteher Markus Stirmlinger möchte sich zudem informieren, ob ein mobiler Blitzer über mehrere Tage aufgestellt werden kann.

Neues zur Ortsumfahrung

Vom Besuch des Regierungspräsidenten berichtete Stirmlinger, dass das Planfeststellungsverfahren für die Ortsumfahrung begonnen habe. In etwa fünf Jahren könne damit gerechnet werden, dass die Straße befahren werden kann.

Zur Anmeldung der Mittel für den Haushalt schrieb Oberbürgermeister Baumann an die Ortschaftsräte, dass unverrückbare Grenzen dem Machbaren gesetzt seien. Ortsvorsteher Stirmlinger zitierte den Brief. „Ich habe mich mit den Mittelanmeldungen der letzten Jahre beschäftigt. Wir haben relativ wenig zugeteilt bekommen“ sagte er dazu. Im Jahr 2001 seit etwa in Rißtissen die letzte Straße saniert worden. Er äußerte aber Verständnis dafür. Man sehe, dass in Ehingen und den Teilorten viel beim Straßenbau geschehen sei. Die Ortschaftsräte beschlossen einstimmig, an erster Stelle ihrer Prioritätenliste für den Haushalt die Sanierung und Erweiterung der Römerhalle zu setzen. Dem Vorschlag eines Ortschaftsrats, doch gleich einen Neubau zu beantragen, denn mit einer Sanierung bekäme man nur eine 47 Jahre alte Halle in neuem Kleid, folgte der Ortschaftsrat allerdings nicht.

Kein Neubau der Römerhalle

Beim fortgeschrittenen Planungsstand sei das nicht sinnvoll. „Wenn wir diese Diskussion aufnehmen, wird das in fünf Jahren noch nichts“, sagte Stirmlinger. Für die Sanierung der Jakob-Aker-Straße und des Feldwegs Moschlet sollen Mittel beantragt werden. Ebenso wie im Vorjahr für die Sanierung des Rathausdaches. Der Schulhof soll einen neuen Belag bekommen. Die Verletzungsgefahr bei Stürzen auf dem rauen Belag sei groß. Die Anschaffung einer Solarleuchte für den Weg zu den Buden in Richtung Untersulmetingen, der Ausbau des Feldwegs beim Friedhof und eine Akkuschere für den Bauhof sind dem Rat zudem wichtig.

Im neuen Baugebiet „Hinter der Kapelle“ hat laut Stirmlinger am 9. Juli die Erschließung begonnen. Mit dem Verkaufsbeginn der 25 Bauplätze rechne er Ende 2018 oder Anfang 2019. „Am Bildstöckle“ stehe man kurz vor dem Verkauf des vierten von fünf Bauplätzen. Die Aufstellung einer neuen Werbefläche konnte nicht verhindert werden, sagte Stirmlinger. Die Firma habe gegen die Ablehnung geklagt und Recht bekommen. Die Räte möchten demnächst über eine Stellungnahme dazu abstimmen.

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