Kontrollen Polizei: Keine Narrenfreiheit in der Fasnet

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Symbolbild. © Foto: Archiv
swp 12.01.2018
Beamte wollen gefährliches Verhalten verhindern und setzen bei Kontrollen Schwerpunkte bei Alkohol, Drogen und Jugendschutz.

Drei Vorfälle mit Auto- oder Rdafhrern, die unter Alkohol- oder Drogeneinfluss unterwegs waren, nimmt die Polizei zum Anlass, um mit Blick auf die jetzt beginnende Fasnet zu mahnen, dass es zwar Freiheit für die Narren gebe, aber keine Narrenfreiheit.

Als besonders dreist hat die Polizei das Verhalten eines jungen Fahrers empfunden, den Beamte im Karpfenweg in Ehingen bei einer Kontrolle gestellt hatten. Er stand unter Drogeneinfluss; deshalb verboten ihm die Polizisten die Weiterfahrt mit seinem Auto. Kurze Zeit später saß der Mann schon wieder am Steuer. In Ulm fuhr ein Radfahrer betrunken durch die Römerstraße. Bei der Kontrolle durch die Polizei wäre er sogar fast umgefallen. Nachts ohne Licht fuhr ein Betrunkener von der Ehrensteiner Straße bis zur Felsenstraße in Blaustein. Als die Polizei den Fahrer kontrollieren wollte, fuhr dieser zunächst einfach weiter. Bis die Polizei ihn stoppte.

Damit es eine „glückselige Fasnet“ wird, wie Ehingens früherer Zunftmeister Lothar Huber zu sagen pflegt, rüstet sich die Polizeifür die närrische Zeit und setzt ihre Schwerpunkte bei der Verhinderung von gefährlichem Verhalten wie Fahren unter Rauschgift- oder Alkoholeinfluss. Auch der Jugendschutz soll wieder im Fokus stehen. Die vergangenen Jahre hätten gezeigt, heißt es in einer Mitteilung, dass leider einige „Narren“ allen Hinweisen zum Trotz viel zu tief ins Glas schauten und sich deshalb nicht mehr unter Kontrolle hatten. Körperliche Auseinandersetzungen und Trunkenheit am Steuer waren die Folge. Alkohol enthemmt und Alkoholmissbrauch kann gar Gewalt fördern, sagen Experten.

Durch starke Präsenz und durch Kontrollen im Umfeld von Veranstaltungen will die Polizei dem entgegentreten. Sie warnt davor, die Fasnet zum Überschreiten von Grenzen zu missbrauchen. Restriktiv will die Polizei vorgehen. Und konsequent. Bußgelder, Gewahrsam oder Strafanzeigen sind die Folgen gefährlichen Verhaltens. Ziel ist es jedoch nicht, die Feierlaune der Gäste zu schmälern. Das restriktive Unterbinden von Gewalttaten soll vielmehr ein ungetrübtes Feiern erst ermöglichen, in Sicherheit. Hierfür stehen der Polizei Partner zur Seite. Kommunen, Veranstalter und Vereine gehen Hand in Hand mit der Polizei gegen Gewalt vor. Sicherheitskonzepte sollen eine ausgelassene Fasnet zulassen und dennoch für ein größtmögliches Maß an Sicherheit sorgen.