Bildung Politischer Abend mit Ministerin Eisenmann

Zum Politischen Abend in Hausen ob Allmendingen kam neben Politikern und Bürgermeistern aus der Region auch die baden-württembergische Kultusministerin Susanne Eisenmann (vorne, Mitte).
Zum Politischen Abend in Hausen ob Allmendingen kam neben Politikern und Bürgermeistern aus der Region auch die baden-württembergische Kultusministerin Susanne Eisenmann (vorne, Mitte). © Foto: Emmenlauer
Hausen ob Allmendingen / Renate Emmenlauer 15.10.2018

Zum dritten Politischen Abend im Rahmen der Hausener Sichelhenke des Musikvereins Harmonia Allmendingen hatte der CDU-Ortsverband Kultusministerin Susanne Eisenmann eingeladen. „Wir spüren, dass die Welt unberechenbarer erscheint. Weshalb sich die Menschen mehr denn je nach Stabilität und Heimat sehnen“, sagte Eisenmann. „Bildung mit Kopf, Herz und Hand“ spiele eine zentrale Rolle für eine lebenswerte Heimat.

Bei der Bildung seien auch die Eltern gefragt: „Die Schule kann nicht der Reparaturbetrieb der Gesellschaft sein. Sie kann nicht auffangen, was im Elternhaus schief geht. Eltern haben einen gesetzlichen Erziehungsauftrag.“ Ein Viertel aller Vierjährigen habe Sprachdefizite. Die CDU-Kultusministerin sagte: „In dem Land, in dem ich lebe, muss ich dessen Sprache sprechen. Das wurde deutlich vernachlässigt.“ Sie bedauerte die zunehmende Verarmung der Sprache – auch bei Menschen ohne Migrationshintergrund.

Für alle Stress pur

Die Hälfte aller Schüler schlage den Weg ins Abitur ein, wobei das oft für Kinder, Eltern und Lehrer Stress pur sei. Die Ministerin propagierte die Realschule oder Werkrealschule als perfekte Basis für eine duale Ausbildung. Mit der Grundschule lege man die Basis für eine solide Bildung, weshalb sie in der Landesregierung stur bleibe, wenn die andere Regierungspartei noch mehr Grundschulen schließen wolle, sagte sie. Da sprach Eisenmann  Florian Teichmann aus der Seele. Der Allmendinger Bürgermeister plädierte dafür, dass auch künftig Zwergschulen erhalten bleiben.

Teichmann schwärmte noch vom „U.S.A.“ – unserem schönen Allmendingen. Hier werde Ehrenamt gelebt, was 50 Vereine bei 4500 Einwohnern bestätigten. Susanne Eisenmann lobte den Bürgermeister: „Sie geben ein weit besseres Bild ab als der Chef der USA – und Sie haben auch eine viel bessere Frisur.“

Der CDU-Landtagsabgeordnete und Generalsekretär Manuel Hagel favorisiert ebenfalls die duale Ausbildung. „Jeder Haupt- und Realschüler ist so viel wert wie ein Abiturient. Wir brauchen Handwerksmeister, keine Theoretiker“, sagte Hagel und erhielt  Beifall. Nicht zuletzt schwärmte Walter Haimerl seitens des CDU-Ortsverbands: „Sie sind als Ministerin eine Wucht. Sie machen einen verdammt guten Job.“

Versprechen der Ministerin

Einladung? Von Seiten des Musikvereins begrüßte dessen Vize-Vorsitzender Michael Schwegler, der darauf hinwies, dass Landwirtschaftsminister Peter Hauk, der 2017 Gast der Sichelhenke war, die Musiker zum Landwirtschaftlichen Hauptfest eingeladen hatte. Da wollte die Ministerin nicht hinten an stehen und versprach: „Ich werde für den Musikverein auch etwas Passendes in Stuttgart finden.“

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