Forst Planungen für den Justinger Wald

Justingen / ben 26.09.2018

Der Wald war in der vergangenen Woche Thema der Ortschaftsräte in Justingen. Seit 1846 wird in Justingen der Waldbesitz als Realwald durch die Gemeinde verwaltet. Ein Waldausschuss mit drei Mitgliedern vertritt die Belange der so genannten Realberechtigten.

Bloching nennt Zahlen

Über die Finanzen wacht der Realwaldrechner Harald Bloching. Er berichtete den Ortschaftsräten über die aktuelle Finanzsituation. Nach der Abrechnung der diesjährigen Einnahmen und Ausgaben liegt der Kassenstand bei knapp 13 000 Euro. Den Forstbetrieb im Justinger Wald nimmt das Landratsamt des Alb-Donau-Kreises wahr. Fachdienstleiter Thomas Herrmann vom Landratsamt sah in der Sitzung den Realwald gut gerüstet für die kommenden Ausgaben, berichtet Justingens Ortsvorsteher Jürgen Stoll.

Arbeiten im Gewann Langelau

Revierleiter Hans-Peter Eisele informierte die Ortschaftsräte darüber, dass der kommende Holzeinschlag im Gewann Langelau beginnen soll. Eisele geht laut Stoll dabei davon aus, dass die Trockenheit genutzt werden kann, um mit möglichst wenig Beeinträchtigungen des Waldbodens vorzugehen. Deshalb, sagt Eisele, soll auch möglichst bald mit den Arbeiten dort begonnen werden.

Herrmann stellte die Zahlen für das aktuelle Jahr vor: Es ist etwas mehr Holz geschlagen worden als geplant. Außerdem sind 2300 Stück neu gepflanzt worden, geplant waren nur 1400. Die Gesamteinnahmen liegen bei rund 67 000 Euro, die Ausgaben bei rund 40 800 Euro. Der größte Summe bei den Ausgaben entsteht durch die Anlage von neuen Kulturen, gefolgt von der Holz­ernte. Außerdem berichtete Herrmann von den Planungen für das kommende Jahr: Es soll etwas weniger Holz eingeschlagen werden als in diesem Jahr, 950 Festmeter sind vorgesehen. An Pflanzungen ist nichts vorgesehen, die Kultursicherung soll aber gesteigert werden. An Einnahmen sind rund 56 400 Euro vorgesehen, die Gesamtausgaben sollen bei rund 31 700 Euro liegen. Die Ausgaben für die Holzernte sollen etwas höher ausfallen als in diesem Jahr, dafür muss kaum Geld für die Anlage von Kulturen aufgewendet werden.

Räte stimmen zu

Der Fachdienstleiter beantwortete nach der Präsentation der Zahlen noch zahlreiche Fragen der Ortschaftsräte und der Waldausschuss-Mitglieder, berichtet Stoll. Einstimmig sprachen sich dann sowohl die Räte als auch die Waldausschuss-Mitglieder für die Planungen 2019 aus und billigten die Zahlen für 2018.

Thomas Herrmann berichtete den Ortschaftsräten außerdem, dass das Forstkartellverfahren aufgrund der Beschlussfassung des Bundesgerichtshofs abgeschlossen sei. Der Alb-Donau-Kreis sei vermutlich der einzige Landkreis, der so gut gerüstet sei, dass über verschiedene Varianten der künftigen Forstbewirtschaftung entschieden werden könne, sagte Herrmann laut Stoll.

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