Narrensprung Originelle Gruppen, Geister und Hexen unterhalten Maschger am Straßenrand

Untermarchtal / Ingeborg Burkhardt 13.02.2018

„Ratza samma, jucka damma“, „Narro Hee“ und „Schopfboale Hoi“ – so klang es am Samstag durch die Straßen von Untermarchtal, als sich der närrische Tatzelwurm vor dem Kloster in Richtung der Festhalle im Wassertäle in Bewegung setzte. Traditionell führten die Narrenbüttel und der Musikverein Frankenhofen den Umzug vor mehreren hundert Besuchern an. Um die Sicherheit von Narren und Gästen kümmerte sich die Feuerwehr, die mit mehreren Einsatzkräften zu beiden Seiten des Bahnübergangs Bänder spannte, wann immer sich in der Ferne ein Zug näherte.

Die Narren nahmen die Zwischenstopps gelassen hin. Vor und nach den Schranken wurden sie über Lautsprecher von Zunftmeister Thorsten Faad und seinen Stellvertretern Karl Kiebek und Josef Hänle willkommen geheißen. Den Zuschauern bot sich ein buntes Bild: Hinter der Truppe der Schopfboale, dem Hokama und den Altlacha-Hexen hatten sich die Kindergarten-Kinder und Grundschüler als Bonbons spendende Mäschgerle eingereiht (wie kurz berichtet).

Als italienische Eisverkäufer machte die Sängerschar des Liederkranzes Werbung für ihre „Gelatine“, während die Venezianer, die diesmal als Waidmänner auf närrische Jagd gingen, ihr Pulver aus silbernen Konfetti schon nach dem Passieren des Bahnübergangs verschossen hatten. Das machten die Jäger im weiteren Verlauf aber mit Witz und Humor wett. Die „Sieben Schwaben“ gab es im Doppelpack, wobei es das zweite Team zur Gaudi des Publikums vorzog, trotz der Angst vor dem Hasen am Boden zu bleiben. Zwischendurch sorgte die Musikkapelle Obermarchtal für gute Stimmung. Der Fasnetsverein Lauterach war in seinen bunten Kostümen und hinter den Masken von Schnecken und Bären in  bester Sommerlaune; Feen tanzten durch den Wind.

Es ist „hälenga kalt“

„Es ist hälenga kalt“, meinte so mancher Zuschauer, während die Heerscharen von Hexen und Geistern aus dem Alb-Donau-Kreis und den Landkreisen Biberach und Göppingen an ihnen vorbei spazierten, Pyramiden bauten, Rätschen drehten oder wie die „Donauratzen“ aus Öpfingen ausgelassen „juckten“. Den Schluss machten die „Schwarzen Pudel“ aus Langenau.

Dann drängte alles ins Warme. Wer keinen Platz in der Festhalle bekam, der versuchte es in den Besenwirtschaften. Viele Besucher feierten bis in die Nacht hinein. Ingeborg Burkhardt

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