Auf 200 Metern Länge wurde die Donau zwischen Zwiefaltendorf und Datthausen naturnah ausgebaut (wir berichteten). Flora, Fauna und Habitat können sich nun auf einem halben Hekter mehr Wasserfläche und einem zehn Meter breiten Uferstreifen besser entfalten. Der Obermarchtaler Bürgermeister Anton Buck hatte die Gäste begrüßt, darunter auch Daniel Rottmann, den Landtagsabgeordneter der AfD, die Experten für Gewässer- und Naturschutz vom Regierungspräsidium Tübingen, Hannah Buck und Nina Wittke vom Landratsamt Alb-Donau-Kreis, den leitenden Baudirektor des Regierungspräsidiums, Andreas Stegmaier, sowie Dr. Utz Remlinger, Regierungsvizepräsident in Tübingen und Hannah Kälber von der Umweltplanung Menz aus Tübingen, welche die ökologische Baubegleitung übernommen hatte. Mehrere von ihnen gingen auf die Bedeutung der Renaturierung auf der Gemarkung Obermarchtal ein.

Im Vergleich zu den Maßnahmen im Oberen Donautal, wie beispielsweise bei Hundersingen/Binzwangen mit 2,3 Kilometern, seien die 200 Meter bei Datthausen zwar wenig, dennoch seien sie ein wichtiger Beitrag zur Artenvielfalt. Einig waren sich die Experten, dass die Donau nun mit ihrer Wasserkraft die vorgegebene Fläche mit einer Insel stetig verändern werde, wie andernorts auch. Binnen kurzer Zeit wachse auch ein Auenwald heran. Die Donau darf hier mit den nächsten Hochwassern wieder nagen und sich ihr Bett sozusagen selbst gestalten.

Dass neben dem Fluss mehrere einst heimische Schwarzpappeln gepflanzt werden, die 300 Jahre alt werden können und sich nur „in der Familie“ vermehren können, das freute Angela Scheffold aus Volkersheim besonders, was sie bekundete. Die Naturschützerin vom BUND nutzte die Gelegenheit, um dafür zu werben, dass innerorts entlang der Gewässer fünf Meter Breite und außerhalb der geschlossenen Ortschaften zehn Meter Breite Schutzstreifen freigehalten werden.

Der Aushub, der bei der Renaturierung bei Datthausen anfiel, musste bis nach Erbach transportiert werden, weil die ehemalige Kiesgrube in Reutlingendorf wegen schutzwürdigen Tieren nicht verfüllt werden darf. Das machte die Sache fürs Land etwas teurer.

Die Renaturierung bei Datthausen in Zahlen


Zahlen Rund 250 000 Euro hat das Land für die Maßnahme an der Donau beim Obermarchtaler Teilort Datthausen ausgegeben. Der Fluss wurde von 20 auf 40 Meter Breite ausgebaut. bu