Öpfingen Öpfingen: Weiteres Stück des Mühlbachs wird saniert

Ein weiterer Teil des Mühlbachs bei Öpfingen soll bald so aussehen wie dieser.
Ein weiterer Teil des Mühlbachs bei Öpfingen soll bald so aussehen wie dieser. © Foto: Emmenlauer
RENATE EMMENLAUER 04.11.2014
140.000 Euro soll die Renaturierung des Mühlbachs bei Öpfingen kosten, die im Frühjahr beginnen soll. Der Gemeinderat hofft auf 70 Prozent Zuschuss.

Einstimmig hat der Öpfinger Gemeinderat die Weichen für die weitere Renaturierung des Mühlbachs gestellt. Bereits im Mai waren die erforderlichen Grundstücke erworben worden. Patrizia Rettich vom Ingenieurbüro Funk stellte dem Gremium in der Sitzung am Donnerstag die Planung detailliert vor. Bereits vor vier Wochen war der Rat zu einer Vorortbesichtigung am Mühlbach gewesen. Mit dem Beschluss werde nun das Genehmigungsverfahren eingeleitet, nachdem man in der Entwurfsplanung mit dem Landratsamt zu einem Ergebnis gekommen sei - nach kleinen Änderungen. Beim Regierungspräsidium (RP) Tübingen ist für das auf rund 140.000 Euro bezifferte Projekt ein Zuschuss von 70 Prozent beantragt worden.

Zum ersten Mal war der Mühlbach vor zehn Jahren mit Kosten von 241.000 Euro renaturiert worden. Jetzt sollen in östlicher Richtung, ein Gewann von der Oberdischinger Gemarkung entfernt, auf einer Länge von 370 Meter die bestehenden Betonhalbschalen herausgenommen und der Bach, der stark begradigt ist, soll naturnah gestaltet werden. Der Überlauf zweier Wassersammler soll in den Mühlbach fließen, wovon auch die geplanten Amphibienteiche profitieren, die übrigens die Tiefe einer frostfreien Zone haben werden, damit die Kleintiere dort im Winter überleben können. Der Pflegeaufwand ist laut Expertin minimal. Höchstens zwei- bis dreimal im Jahr müssten die Uferstreifen gemäht werden.

Die Frage von Gemeinderat Wolfgang Reitmayer, ob die Renaturierung eine Einschränkung für die Landwirte bedeute, verneinte Patrizia Rettich. Es gelte ja eh der zehn Meter breite Randschutz. Ein Ratsmitglied wollte wissen, ob die Flächen frei zugänglich sind. "Hier kann sich jeder aufhalten und die Natur genießen", sagte die Planerin. Wenn die Grundwasservoraussetzungen es zulassen, soll die Renaturierung innerhalb des nächsten Jahrzehnts weitergehen. Die aktuelle Maßnahme ist auch ein ökologischer Ausgleich für die Erweiterung des Gewerbegebietes "Burren".