Das große Zuhörerinteresse in der Sitzung des Öpfinger Gemeinderats am Dienstag lag wohl am Tagesordnungspunkt 3: „Aufstellung einen Bebauungsplans für ein Wohngebiet“. Die Besucher haben erfahren, dass westlich von „Lauh II“ in Richtung Gamerschwang 24 neue Bauplätze entstehen sollen. Mit dem einstimmigen Aufstellungsbeschluss sei nun der Startschuss für das formelle Verfahren eines Bebauungsplans erfolgt, sagte Bürgermeister Andreas Braun. Mit der Planung wird das Riedlinger Ingenieurbüro Funk beauftragt.

Die Gemeinde wolle ein Signal geben: „Da tut sich was“, erklärte Braun. Denn diese Nachricht sei „lange ersehnt“ gewesen von vielen Öpfingern, die Nachfrage nach Bauplätzen sei ungebrochen groß, sagte der Bürgermeister. Der Bebauungsplan für das 2,7 Hektar große Gebiet soll im so genannten beschleunigten Verfahren aufgestellt werden. Ursprüngliche Überlegungen, am östlichen Ortsrand zu bauen, seien wegen Schwierigkeiten beim Grunderwerb vorerst zurückgestellt.

Baustart frühestens 2021

Damit wird die Bebauung Öpfingens noch näher an den zur Stadt Ehingen gehörenden Nachbarort Gamerschwang heranrücken. 50 Meter Abstand werde es zu den dortigen Gebäuden geben – einen jeweils 25 Meter breiten Grünstreifen auf beiden Gemarkungen. „So schnell wie möglich“ soll das Gebiet erschlossen werden, sagte Braun, jedoch könnten die ersten Bauherren frühestens im Jahr 2021 loslegen.

Das in der ersten Planung ausgesparte Gebiet zwischen Gemarkung Gamerschwang und Schulstraße könne zu einem späteren Zeitpunkt bebaut werden, ebenso das Areal nördlich zwischen Schulstraße und B 311. Diese noch freien Ackerflächen böten der Gemeinde noch Entwicklungspotenzial – auf Jahrzehnte.

Im Mitteilungsblatt, kündigte der Bürgermeister an, werde die Gemeinde am Wochenende darüber informieren, wie sich mögliche Bauherren für die Plätze bewerben können.