Ehingen OB erinnert beim Großen Zapfenstreich an zehnjährige Partnerschaft - Abordnung aus Brixen

Kommandant Josef Stocker und Oberbürgermeister Alexander Baumann beim Großen Zapfenstreich auf dem Marktplatz. Im Hintergrund der Ehrenzug der Bundeswehr, der Stocker wie Baumann dankten.
Kommandant Josef Stocker und Oberbürgermeister Alexander Baumann beim Großen Zapfenstreich auf dem Marktplatz. Im Hintergrund der Ehrenzug der Bundeswehr, der Stocker wie Baumann dankten. © Foto: Ingeborg Burkhardt
Ehingen / INGEBORG BURKHARDT 20.06.2014
Dieses Zeremoniell berührt die Menschen, sagte Oberbürgermeister Alexander Baumann mit Blick auf die vielen Leute beim Großen Zapfenstreich. Mit dabei: Der Ehrenzug des Patenbataillons der Bundeswehr.

Mit lang anhaltendem Beifall bedankte sich das Publikum am späten Mittwochabend auf dem Marktplatz für den Großen Zapfenstreich der Bürgerwache. Mit der eindrucksvollen Zeremonie wurde diesmal auch die zehnjährige Patenschaft mit dem Multinationalen Kommando Operative Führung aus Ulm gefeiert und dem Ehrenzug für seine Teilnahme gedankt. Schon bei dem vorausgegangenen Empfang der Bürgerwache im Rathaus hatte Alfred Kloker als Vorsitzender der Bürgerwache Generalmajor Klaus Haberdank und Oberstleutnant Stephan Schmidt sowie Generalmajor a.D. Horst Förster begrüßt. 1991, nach dem Ende der 25-jährigen Patenschaft mit der aufgelösten vierten Kompanie des Panzerbataillons habe die Ehinger Bürgerwache in Ulm eine neue Patenschaft gefunden, deren Pflege für alle Mitgliedern eine Herzenssache ist, betonte Kloker. Mit Blick auf die beiden Ehrengäste aus der Schützenkompanie in Brixen deutete er an: "Daraus könnte sich eine neue Beziehung zu Südtirol entwickeln."

Oberbürgermeister Alexander Baumann hatte wie Kloker die Ehrengäste begrüßt, darunter auch die drei Bundestagsabgeordneten Annette Schavan, Heinz Wiese und Hilde Mattheis, den Landtagsabgeordneten Karl Traub und Ehingens früheren OB Johann Krieger. Baumann sprach über die seit zehn Jahren bestehenden Patenschaften mit der ungarischen Stadt Esztergom und der Bundeswehr in Ulm, die nicht nur auf Papier bestünden, sondern lebten. "Alle Wege führen nach Rom und im Umkehrschluss auch wieder zurück in den Alb-Donau-Kreis", gab der Oberbürgermeister Annette Schavan mit auf den Weg an ihre neue Wirkungsstätte im Vatikan. Schavan versprach, auch außerhalb ihres Mandats wieder in die Region zu kommen, die sie in Berlin vertreten hat.

Auf dem Marktplatz begrüßte der Kommandant der Bürgerwache, Josef Stocker, die vielen Bürger, die zum Großen Zapfenstreich gekommen waren und wertete es als besondere Anerkennung, dass ein Ehrenzug der Bundeswehr angetreten war. Darauf ging auf Baumann ein: Der Ehrenzug mache einem bewusst, "dass zum Wohle unseres Landes der Friede gehört, für den unsere Soldatinnen und Soldaten eintreten", sagte der OB, der dann an den weniger friedvollen Anfang des vergangenen Jahrhunderts erinnerte.

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