Küche & Co. Neues Team für die Gastronomie in der Lindenhalle

Neu in der Lindenhallen-Gastronomie in Ehingen sind Wasilios Piletzidis, Evangelia Zografoudi, Tochter Argiro Piletzidou und ihr Partner Sotiris Kontogiorgis (von links).
Neu in der Lindenhallen-Gastronomie in Ehingen sind Wasilios Piletzidis, Evangelia Zografoudi, Tochter Argiro Piletzidou und ihr Partner Sotiris Kontogiorgis (von links). © Foto: CHRISTINA KIRSCH
CHRISTINA KIRSCH 27.10.2015
Mit einem Team aus Angestellten und Familienmitgliedern werden Wasilios Piletzidis und seine Frau Evangelia Zografoudi von 1. Januar an die Lindenhalle gastronomisch betreiben.

„Wir werden ein achtköpfiges Team“, sagt Wasilios Piletzidis, der mit seiner Frau Evangelia Zografoudi von 1. Januar 2016 an die Ehinger Lindenhallen-Gastronomie übernimmt. Schon jetzt ist die Familie bei Veranstaltungen präsent und arbeitet sich in die Abläufe ein (wir berichteten).

Die Familie hat mit Sohn Jordanis (14) und Tochter Argiro (21) zwei Kinder, von denen Argiro und ihr Freund Sotiris ebenfalls bereits mitarbeiten. „Zumindest am Wochenende“, sagt der Vater, denn Argiro studiert auf Lehramt und ist unter der Woche an der Universität. Doch Wasilios Piletzidis plant für die Bewirtschaftung von Lindenhalle, dem Restaurant Linde und dem Bierstüble mit mehr Personal, das bis zum Januar bereit stehen wird. „Ich stelle zwei griechische Jungköche ein“, sagt der 47-jährige Gastwirt, der das Kiosk im Johann-Vanotti-Gymnasium betreibt. Er habe bereits seine Fühler ausgestreckt und einige junge Köche in Aussicht, die gerne in Deutschland arbeiten möchten, sagt Wasilios Piletzidis.

Die müssten dann allerdings von seiner Frau erst auf Ehinger Gäste eingestellt werden, meint der Pächter. „In griechischen Hotel-Restaurants machen sie kleine Portionen und viel für’s Auge“, weiß Wasilios Piletzidis. „Wir brauchen aber Portionen, die satt machen und gleichzeitig schmecken“, erklärt er. Für die Küche sei seine Frau zuständig, erläutert der Pächter die klare Aufgabenteilung. „Die griechischen Köche haben die griechische Küche drauf und meine Frau die schwäbische“, fasst der Pächter die Speisen grob zusammen. Ein endgültige Speisekarte stehe noch nicht fest, „aber wir werden uns zunächst auch daran halten, mit was wir im Vöhringer Vereinsheim Erfolg hatten“, meint Wasilios Piletzidis. Voraussetzung für die Jungköche sei nicht nur ihr Können, sondern auch der Familienstand. „Die müssen ledig sein, denn die sollen ja hier bleiben“, ist der Pächter pragmatisch. Als weitere Verstärkung des Teams wird Ende November die Schwester von Evangelia Zografoudi mit Familie nach Ehingen kommen und ebenfalls in der Lindenhallengastronomie mitarbeiten.

Die neuen Pächter sind es gewohnt, mit mehreren Hundert Gästen zu kalkulieren und den Service durchzuführen. Im Vereinsheim des SC Vöhringen, das die beiden die letzten fünf Jahre erfolgreich betrieben, wurden bei Festen wie Hochzeiten oder Turnieren bis zu 450 Leute bedient. Dazu kamen die vier Kegelbahnen, die ebenfalls gastronomisch zu versorgen waren. „Die Lehrer der Schmiechtalschule, in der meine Frau als Köchin arbeitet, waren oft bei uns zum Essen“, berichtet Wasilios Piletzidis. Das Ehepaar möchte auch weiterhin den Kioskbetrieb im Johann-Vanotti-Gymnasium und die Schulküche in der Schmiechtalschule aufrecht erhalten.

Bevor jedoch der Restaurantbetrieb in der „Linde“ aufgenommen werden kann, müsse im Gastraum noch das eine oder andere renoviert werden, erläutert der Pächter. Die Restaurantküche wurde von der Stadt bereits für den vorhergehenden Pächter neu eingebaut.

Wasilios Piletzidis ist sich im Klaren darüber, dass er erst einmal wieder Leben in die „Linde“ bekommen muss. „Die war ja eineinhalb Jahre zu“, sagt er. Er wolle anfangs viel Werbung machen und sich vor allem auf die beste aller Werbungen, die Mundpropaganda, verlassen. „Es muss schmecken, der Service muss stimmen und die Qualität auch“, fasst er sein Konzept zusammen. Die ersten Probeläufe bei der Pausenbewirtung haben ihn schon zuversichtlich gestimmt. „Da haben wir schon viel Lob bekommen, weil wir sehr schnell waren“, sagt Wasilios Piletzidis.