Feiern Neues Konzept mit einem Kinderland

Bürgermeister Dr. Michael Lohner überreichte dem bisherigen Fest-Organisator Paul Gröber ein Geschenk.
Bürgermeister Dr. Michael Lohner überreichte dem bisherigen Fest-Organisator Paul Gröber ein Geschenk. © Foto: Ingeborg Burkhardt
Munderkingen / Ingeborg Burkhardt 05.07.2018
Die Entscheidung zur Neuorganisation des Munderkinger Brunnenfestes steht. Das wurde bei der Versammlung beschlossen.

Nach einjähriger Pause soll 2019 das 36. Brunnenfest mit einem neuen Konzept stattfinden. Rolf Braun, den Bürgermeister Dr. Michael Lohner kürzlich als „Retter“ des Festes der Vereine bezeichnet hatte, kam am Mittwochabend mit vielen Ideen für die Neugestaltung der Veranstaltung in der Stadtmitte zur ersten Versammlung des Brunnenfest-Ausschusses unter seiner Regie. Rund 30 Besucher aus elf Vereinen waren gekommen. Sie bestätigten Braun, dass das Brunnenfest nur eine Zukunft hat, wenn es neu gestaltet wird. Die Diskussion soll nach einer Umfrage unter den Vereinen in der zweiten Sitzung am 13. September weitergehen.

Vereine sollen Bewirtung teilen

Nach Brauns Vorstellungen könne es sein, „dass der eine oder andere Verein seinen angestammten Standort aufgeben muss“. „Wir haben ein Brunnenfest und rund um den Brunnen passierte bisher nicht viel“, sagte Braun, der daran denkt, eine professionelle Bühne auf Höhe der Häuser Merkle/Schaible aufzustellen und die gesamte Marktstraße mit Tischen und Bänken zur Bewirtung einzurichten. Den Getränkeservice könnten zwei oder drei Vereine übernehmen, die dann auch den Erlös bekämen. Möglicherweise könne ein Brunnenfest-Verein gegründet werden. Entlang der Marktstraße könnten die Vereine ihre Hütten aufstellen und dort ihre Spezialitäten anbieten. Angedacht ist auch die Anmietung einer großen Spülmaschine.

Weitere Standorte für Hütten oder Stände der Vereine sind laut Brauns Skizze rund um den Brunnen, in der Martinstraße und im Schulhof, wobei 2019 die Martinstraße wegen der Sanierung möglicherweise noch nicht  genutzt werden kann. Dies will der Bürgermeister noch klären.

Lohner sowie den Vereinsvorsitzenden wie Otto Martin Edel, Ralf Lindner, Beate Schartmann und Michael Kreutle ging „das Herz auf“, als der neue Organisator vorschlug, ein „Kinderland“  mit Karussell, Hüpfburg, Torwand, Minigolf und anderen Spielen einzuplanen, in dem es Burger, Pommes, Eis oder anderes Leckeres gibt, das kleine Festbesucher mögen. Es müsse so gestaltet werden, dass es einen „Aha-o-Effekt“ habe.

Braun wünscht sich, dass Vereine wie die Eissportabteilung des VfL wieder mitmachen und sich die Teilnehmer wieder darauf besinnen, wie vielfältig in den ersten drei Jahren das Angebot an Aktivitäten und Spezialitäten  war. Er will sich um eine gute Band für den Samstagabend kümmern, die Leute aus dem Umland anzieht, wie etwa die Band „Alpenwind“. Auch auf dem Schulhof sollte es abends Musik geben, vielleicht in einer Art Comedy-Show im stündlichen Turnus, denn „ohne gute Musik ist das ganze Fest nichts“.

Einig war sich die Versammlung, dass mit der Neuorganisation auch die Umlage geändert werden muss, die bisher je nach Angebot entweder kostenfrei war oder zwischen 80 bis 200 Euro betrug. Braun will zudem Sponsoren suchen, die das Engagement der Band möglich machen. Dafür brauche er 2500 bis 3000 Euro an Spenden.

Noch viele Details zu klären

Wie die Diskussion zeigte, gibt es noch viele Details zu klären, wie etwa mit dem Liederkranz, der ein eigenes Zelt besitzt und  seinen Standort am Schulhof behalten will. Auf Vorschlag von  Braun wird auch über eine Neugestaltung der Eröffnungsfeier gesprochen und über die Idee des Leiters der Ski-Abteilung, am Freitagabend eine kleine Serenade mit Bewirtung anzubieten. Zudem sucht man noch einen Schriftführer, der Braun zur Hand geht. Das Amt des Kassenführers übernimmt Florian Stöhr, Erik Bruder kümmert sich um die Werbung im Internet.

Bürgermeister Lohner dankte zum Abschluss der Versammlung dem bisherigen Organisator des Brunnenfests, Paul Gröber, für seine langjährige gute Arbeit mit einem Geschenk.

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