Rückblick Neues Antlitz für den Dorfplatz

Der Dorfplatz in Mundingen wurde vor 25 Jahren neu gestaltet.
Der Dorfplatz in Mundingen wurde vor 25 Jahren neu gestaltet. © Foto: Archiv / Josef Haible
Ehingen / Von Julia Deresko 05.07.2018

Vor 25 Jahren

Über den Dorfplatz in Mundingen war im Vorfeld viel diskutiert worden, ehe im Sommer 1993 das Ergebnis allmählich sichtbar geworden ist. Prägende Elemente des Mundinger Dorfplatzes, der vor dem Gasthof „Hirsch“ entstand, sollten die Natursteine werden. Der gesamte Platz wurde mit einer Pflasterzeile aus Granit eingefasst. An sie schloss sich eine Mauer aus Pflastersteinen an. Der eigentliche Mittelpunkt, der Brunnenplatz, wurde mit einer im Halbrund angelegten Mauer mit Gauinger Naturstein umgeben. Die Fertigstellung des Platzes indes verzögerte sich. Die Hoffnung, den Platz als „Schmuckstück“ den früheren Mundingern zum Heimatfest vorstellen zu können, erfüllte sich schließlich nicht.

Im Mai 1993 ging die neu eingerichtete Getreidemühle in Indelhausen in Betrieb. Im Februar von Ehingen nach Indelhausen umgezogen, konnte sich die Getreidemühle Anfang Juli nach dem Umbau der Öffentlichkeit präsentieren. Richard Schmid, Obermüller in Ehingen, zeigte sich mit der Fusion sehr zufrieden: „Meine Maschinen haben einen neuen Platz gefunden.“ Insgesamt sieben Walzenmühlen waren Anfang des Jahres von Ehingen nach Indelhausen umgezogen. „Alles ehrwürdige Gesellen mit runden 45 Lebensjahren auf dem Buckel“, wie zu lesen war. Die Ehinger Mühle, die einer selbstständigen Genossenschaft gehört hatte, sollte der Stadtsanierung weichen. Sie wurde von der landwirtschaftlichen Bezugs- und Absatzgenossenschaft (BAG Ehingen) aufgekauft.

Vor 50 Jahren

Im Allmendinger Freibad wurde am ersten Juli-Wochenende 1968 „der absolute Besucherrekord erreicht“. Rund 14 000 Badegäste, 4000 am Samstag und 9000 am Sonntag, suchten bei exotischen Temperaturen, wie es hieß, die Abkühlung im Freibad. Dank der großen Liegefläche musste der Zutritt zum Bad nicht geschlossen werden, wie zu lesen war. Die Gäste kamen auch von weiter her: „Wie schon oft beobachtet, findet sich ein nicht geringer Teil der Bevölkerung Ulms und Umgebung ein.“  Zahlreich waren aber auch Besucher  aus dem Schwäbischen Unterland.

Von einem Feuerwerk der guten Laune und des gepfefferten Witzes war die Rede, als es vor 50 Jahren um die festliche Heimatwoche in Oberdischingen ging. Mit Heinz Schenk kam auch kein Unbekannter auf die Bühne. Noch ohne etwas gesagt zu haben, erhielt er donnernden Applaus für seine Fernsehsendungen aus dem „Blauen Bock“, wie es hieß. „Aber Heinz Schenk bewies in Oberdischingen, dass er nicht nur vor den Fernsehkameras auftreten kann“, schrieb damals die Zeitung.

Was vor 50 Jahren die Welt bewegte

Trauer Generalstaatsanwalt Fritz Bauer wurde am 1. Juli 1968 tot in seiner Wohnung in Frankfurt am Main aufgefunden. Er starb gut zwei Wochen vor seinem 65. Geburtstag. Das vermeldete die SÜDWEST PRESSE am 2. Juli 1968. Fritz Bauer wurde in der Badewanne aufgefunden. Als vorläufige Todesursache wurde Herzversagen angegeben. Als Todeszeitpunkt gilt die Nacht vom 30. Juni auf den 1. Juli. „Fritz Bauer hat sich vor allem mit der Aufdeckung und Verfolgung nationalso­zialistischer Gewaltverbrechen einen Namen gemacht“, so würdigte ihn die Zeitung in einer kurzen Notiz auf der Titelseite. jad

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel